Darkane - Demonic Art - Cover
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Darkane Demonic Art


  • Label: Massacre Records
  • Laufzeit: 46 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Durchgang Nummer fünf für Darkane. Gegründet als Nachfolger der technisch versierten Metalband „Agregator“, versuchte die heute fünfköpfige Gruppe um die beiden Gründungsmitglieder und nach wie vor im Lineup integrierten Christofer Malmström (Gitarre) und Peter Wildoer (Schlagzeug) im Thrash Metal Fuß zu fassen. Leicht ist das in diesem überlaufenen Genre nicht und so gab es schon in der Gründungsphase den einen oder anderen Besetzungswechsel zu verkraften. Nachdem sie mit ihrem zweiten Sänger Andreas Sydow das zweite Album „Insanity“ aufgenommen hatten, platzte auch noch die Tour. Der Stimmung in der Truppe tat es beeindruckender Weise keinen Abbruch, denn anstatt die Köpfe in den Sand zu stecken, begaben sich die Schweden sogleich ins nächste Studio und nahmen ihr drittes Album „Expanding Senses“ auf. Im Anschluss wurde ausgiebig getourt, auch um die Fans für die geplatzte Tour zu entschädigen. Nach Album Nummer vier ging dann auch der zweite Sänger seine eigenen Wege und Ersatz wurde im neuen Shouter Jens Broman gefunden. Mit ihm bringen Darkane nun Album Nummer fünf, namentlich „Demonic Art“, heraus.

Geschaffen haben die Schweden ein Werk, das sowohl dem Thrash zugetan ist, als auch eigenständig daher kommt. Das erste eigentliche Stück „Leaving Existence“ weist neben Thrash eine gehörige Portion Hardcore auf. Verantwortlich dafür ist zu großen Stücken Shouter Broman mit seinem für diese Musikrichtung prädestiniertem Organ. Die folgende Nummer und Titelgeber „Demonic Art“ lässt den Hardcore, vor allem durch die schnellen Staccato-Rhythmen an den Drums nie außer Acht. Die an diesen Stellen eingesetzten cleanen Chöre können allerdings nicht so Recht überzeugen, sind sie doch äußerst dünn und wirken noch dazu schief eingesungen. Dabei kann Broman doch auch seine cleane Stimme mit gehörigem Druck unter das Volk bringen, wie er beispielsweise in „Absolution“ zeigt. Technisch haben die Jungs sowieso einiges auf dem Kasten. In „Execution“, einer langsameren Nummer, zeigen sie, dass sie auch die ruhigeren Töne beherrschen und mit cleanen Gitarren umzugehen wissen. Die Soli, gerade in diesem Stück und auch die Riffs sind nicht nur heruntergespielte Tonleiter, sondern ausgefeilte kleine Kunstwerke. Unterstützt werden diese durch hervorragende Rhythmen mit vielen Fill-Ins und kniffligen Akzentuierungen. Ein Highlight folgt zum Schluss mit dem fünfeinhalb Minuten Stück „Wrath Connection“, wo man auch wieder die aggressiveren Clean Vocals findet. Davon könnte Broman wirklich noch öfter Gebrauch machen!

Darkane sind eine wirklich gute Thrash-Metal-Band. Allerdings werden sie gerade durch ihre Eigenständigkeit und Kantigkeit nicht jedermanns Geschmack sein und nicht wenige werden die CD gleich wieder in die Ecke schmeißen. Für diejenigen, die sich jedoch der Band öffnen und hingeben, wird ein Album geboten, dass sowohl verschachtelt und komplex als auch eingängig daherkommt und eine Band, die eben gerade damit aus der Masse der Metalbands heraussticht und eine bemerkenswerte Eigenständigkeit aufweist.

Anspieltipps:

  • Execution
  • Absolution
  • Soul Survivor

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