David Bowie - iSelect - Cover
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David Bowie iSelect


  • Label: Capitol/EMI
  • Laufzeit: 58 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter „iSelect“ verbirgt sich eine Sammlung von 12 Songs, die David Bowie aus seinem umfangreichen Repertoire höchstselbst zusammengestellt hat.

Wer Glück hatte, konnte das vorliegende Album für umsonst abstauben. Nicht in Deutschland, aber in England und Belgien, wo es zu Jahresbeginn als kostenlose Beilage in der Tageszeitung „Mail On Sunday“ erschienen ist. Aufgrund der hohen Nachfrage hat EMI Records das Werk nun als reguläre Album-Veröffentlichung aufgelegt, die für alle auf dem herkömmlichen Weg zugänglich ist. Freilich: Jetzt kostet der Spaß natürlich Geld. Denn dass ein David Bowie überhaupt bereit dazu war, seine Musik zu verschenken, grenzt bereits an ein mittleres Wunder, war er doch einer der ersten, die aus dem Medium Internet richtig viel Geld herausgeholt haben.

Hinter „iSelect“ verbirgt sich eine Sammlung von 12 Songs, die David Bowie aus seinem umfangreichen Repertoire höchstselbst zusammengestellt hat und im CD-Booklet ausführlich kommentiert. Der Künstler schildert dabei die Entstehung der Songs und lässt spannende Blicke hinter die Kulissen zu, die demnächst auch in deutscher Übersetzung auf der Website von David Bowie zu finden sein werden.

Das Schöne an „iSelect“ ist, dass diesmal nicht die üblichen Greatest-Hits-Verdächtigen zum hundersten Mal verbraten, sondern viele Schätzchen aus den Alben „Hunky Dory“, „Diamond Dogs“, „Aladdin Sane“, „Lodger“, „Live Santa Monica ’72“, „Tonight“, „Young Americans“ und „Scary Monsters“ in kompakter Form gehoben werden. Dabei ist zwar nicht alles Gold was glänzt, aber interessant ist es schon, was ein Künstler an seinem Schaffen favorisiert und was der Hörer gut findet. Außerdem ist mit zwei exklusiven Tracks (das aus den „Low“-Sessions stammenden „Some are“ sowie der famose Remix von „Time will crawl“ vom Album „Never Let Me Down“) sogar etwas für die Allesbesitzer unter den Bowie-Fans dabei. Deshalb und um die Wartezeit auf das nächste Studioalbum zu überbrücken, ist diese Compilation eine durchaus lohnenswerte Sache.

Anspieltipps:

  • Teenage wildlife
  • Lady grinning soul
  • The Bewlay brothers
  • Hang on to yourself (Live)
  • Time will crawl (MM Remix)

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