Loaded - Wasted Heart EP - Cover
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Loaded Wasted Heart EP


  • Label: Century Media/EMI
  • Laufzeit: 20 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Duff McKagan dürfte jedem halbwegs gebildeten Musikliebhaber, der die Ära Guns N‘ Roses nicht gänzlich verschlafen hat, ein Begriff sein. Der Mann aus dem amerikanischen Bundesstaat Washington wurde mit Größen wie Slash und Axl Rose zu einem Inbegriff von modernem Hardrock gepaart mit Rock n‘ Roll. Nach dem Ende der Truppe versuchte er sich in diversen Projekten, brachte 1993 sogar eine Soloplatte heraus, bevor er im Jahr 2002 zu Velvet Revolver stieß, in der im Übrigen insgesamt drei ehemalige Mitglieder der „Gunners“ zu finden sind.

Seit 1999 hat Duff aber auch noch eine weitere Band, in der er allerdings singt und Gitarre spielt: Loaded. Es handelt sich dabei allerdings nicht etwa um ein Soloprojekt, wie es der Name vielleicht vermuten lässt. Somit ist es auch etwas unverständlich, dass nachdem die Band bisher immer nur Loaded hieß, jetzt in Duff McKagans Loaded umbenannt wurde. Das macht bezüglich der Qualität der Songs natürlich ziemlich misstrauisch. Nachdem Velvet Revolver im Moment auf Sängersuche sind, hatte der gute Duff also mal wieder Zeit für dieses Projekt und bringt jetzt als Appetithäppchen zum bevorstehenden Album im nächsten Jahr die mit 5 Songs bestückte EP „Wasted Heart“ heraus.

Die Songs kommen dabei alle sehr simpel gestrickt daher. Keiner der Riffs kann auch nur entfernt mit Slashs Qualitäten mithalten, nur sollen sie das auch nicht können. Denn die Musik ist schlichte Hardrock-Kost mit leicht punkigem Charakter. Stimmlich merkt man McKagan seine Guns N‘ Roses Erfahrung durch die Verwendung einer hohen und einer tiefen Stimme im Oktavabstand, deutlich an. Die Lieder bewegen sich bis auf die ein wenig an „Patience“ vom Guns N‘ Roses Album „Lies“ erinnernde letzte Nummer „Wasted Heart“ im Midtempo-Bereich. Schöne leichte Kost für einen unbeschwerten Tag bekommt man von der amerikanischen Formation geboten, ohne dabei wirkliche Überraschungen zu erleben.

Für das kommende Album kann man ruhig noch eine Schippe drauf legen und sollte sich nochmal Gedanken machen, ob man es wirklich nötig hat, Duffs Namen unbedingt im Bandnamen mit einzubauen. So schlecht sind die Jungs nämlich gar nicht.

Anspieltipps:

  • Executioner’s song
  • Wasted heart

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