Book Of Black Earth - Horoskopus - Cover
Große Ansicht

Book Of Black Earth Horoskopus


  • Label: Prosthetic Records
  • Laufzeit: 56 Minuten
Artikel teilen:
6/10 Unsere Wertung Legende
4.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Death-Metal-Fünfer Book Of Black Earth aus dem nordamerikanischen Seattle hat sich vor gut fünf Jahren zusammengetan und mit „The Feast“ (2006) bis jetzt ein musikalisches Lebenszeichen auf den Markt gebracht. Nach diversen Line-up-Wechseln scheint sich die Band nun endgültig gefunden zu haben, um mit ihrem Zweitwerk „Horoskopus“ den Durchbruch zu schaffen. „Horoskopus“ erscheint auf dem in Los Angeles ansässigen Mini-Label Prosthetic Records, das in der Nachwuchsentwicklung keinen schlechten Namen hat.

Mit der für Extrem-Metal fast schon überlangen Spielzeit von knapp einer Stunde, wuchten sich T.J. Cowgill (Gesang, Gitarre), Tony Lombardi (Gitarre), Antonio Dav Tafoya Garcia (Bass), Hank Guthrie (Keyboards) und Joe Axler (Drums) durch elf Songs, die nicht nur im reinrassigen Death Metal zuhause sind. Gerne machen Book Of Black Earth Abstecher in Richtung Black und Thrash Metal, was sich vor allem positiv auf die Dynamik des Albums auswirkt. Das Tempo wird immer wieder variiert, von bestialisch treibenden Blast Beats („The great year“), über groovende Midtempo-Parts („Cult of Dagon“) bis hin zu progressiven Auswüchsen, die auffällig an der 10-Minuten-Marke kratzen („Christ pathogen“).

Inhaltlich beschäftigt sich der Longplayer in Form eines Konzeptalbums mit den versteckten astrologischen Symbolen in der christlichen Kirche, während die Produktion dem Geldbeutel eines kleinen Labels und einer Newcomerband angemessen, auf einem anständigen Niveau ist, wobei besonders das Schlagzeug ab und zu auf die alte norwegische Black-Metal-Schule zurückgreift (Stichwort: Tollwütiger Goldhamster im Pappkarton), wo Sänger T.J. Cowgill offenbar auch die Inspiration zu seinen tiefen Growls her hat. Fragt sich nur, was auf einem so urwüchsigem Album wie diesem die Klänge eines Keyboards zu suchen haben. Diese gehen in dem Brutalo-Mix sowieso ganz schön unter. Nichtsdestotrotz ist „Horoskopus“ ein gutklassiges Underground-Metal-Album geworden, mit dem Book Of Black Earth auch in Europa eine Duftmarke setzen können.

Anspieltipps:

  • 2160
  • Cult of Dogan
  • Christ pathogen
  • Funeral of peace

Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Book Of Black Earth“
comments powered by Disqus