Miss Li - Miss Li - Cover
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Miss Li Miss Li


  • Label: DevilDuck/INDIGO
  • Laufzeit: 43 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Hinter dem Pseudonym „Miss Li“ verbirgt sich die schwedische Sängerin und Songschreiberin Linda Carlsson, die in ihrer Heimat bereits drei Alben veröffentlicht hat. Und zwar alle in einem Jahr! Das Hamburger Label DevilDuck Records bringt mit dem schlicht „Miss Li“ betiteltem Album nun einen Überblick dieser drei Veröffentlichungen heraus, um die Künstlerin auch bei uns bekannt zu machen.

Miss Li ist mit ihren Songs irgendwo zwischen der fröhlich-verschroben Art von Popmusik einzuordnen, wie sie Kollegin Björk am Anfang ihrer Solokarriere praktizierte. Ihre Bandbreite reicht dabei von emotionalen Pianoballaden („High on you“), über süße Polkas („Why don’t you love me“) und hemmungslos bösen Kinderliedern („Miss Li“) bis hin zu swingenden Ohrwürmern, die man nur schwer wieder aus dem Ohr bekommt („Ba ba ba“, „Seems like we lost it“). Hauptsache das Ganze klingt handgemacht. Und deshalb tummeln sich auf „Miss Li“ jede Menge Bläser-, Piano- und Kontrabassklänge, ohne dass die Songs bemüht nach 60er Jahre Retro-Style klingen. Das hier kommt ja auch aus Schweden und nicht von der britischen Insel, geschweige denn von Mark Ronson.

In den Texten wird hier und da richtig kräftig ausgeteilt („Leave my man alone you bitch“) oder auch die eigenen Unzulänglichkeiten diskutiert („Yes I’m ugly / And I wear all this make-up”). Damit erzeugt Linda Carlsson eine Nähe zu ihren Hörern, die sie und ihre Musik durch und durch sympathisch macht. Wüsste man nicht, dass es sich bei „Miss Li“ um einen Sampler handelt – das Werk würde glatt als vollwertiges Album durchgehen. Das spricht zum einen für die Songs und zum anderen für diejenigen, die sie zusammengestellt haben.

Anspieltipps:

  • Ba ba ba
  • High on you
  • Hard loved man
  • Seems like we lost it
  • Why don’t you love me

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