The Sugars - The Curse Of The Sugars - Cover
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The Sugars The Curse Of The Sugars


  • Label: Weekender/INDIGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Es gibt Bands, die machen es einem richtig einfach. Da gibt es kein Larifari und keine Überraschungen, sondern da wird ein festes Programm durchgezogen. Das ist befriedigend, das ist okay, das schützt vor herben Enttäuschungen. Zu solchen Gruppen können sich The Sugars nach ihrem Debüt „The Curse Of The Sugars“ mit Recht zählen. Matt Bolton (Gitarre, Gesang), Anna Greenway (Bass, Gesang) und Alex Lewis (Drums), ursprünglich Jodie Wyatt machen Musik wie sie, das möge man bestreiten wie man will, nur von der Insel kommen kann. Zwar kommt der Blues und auch der Garagenrock nie zu kurz, was öfters an Das White-Duo aus den Staaten erinnert, aber wenn nicht grad das brechende, scheppernde „Unnamed Duet“ aus den Boxen dröhnt, erinnert das Spiel der Band aus Leeds mehr an die Arctic Monkeys, nur dass diese genialen Powerriffs fehlen.

Die Musik der drei Briten ist ziemlich groovig, was nicht zuletzt dem hervorgehobenen Einsatz des Bass zu verdanken ist. So entsteht eine Eigendynamik, die sich aber nicht vor ähnlichen Melodien aus England entziehen kann. Das ist nicht das große Problem, denn wirklich neu klingt ja heute eh nichts mehr, doch die Musik vermag es nicht, mitzureißen. Songs wie „Black Friday“ und „Way To My Heart“ sind ohne Frage gute Stücke und auch „Mama“ oder das flippige „Monsters“ zeugen von Unterhaltungswert, aber nur in Maßen. Es fehlt dieser eine Riff, diese letzte Idee, die Abwechslung. Gerade im Gesang fehlt letzterer Punkt auf, denn die Stimmen von Greenway und Bolton sind doch recht limitiert und es fehlen die prickelnden Ideen, um dieses Manko wie die White Stripes wettzumachen.

Wer Musik von der Insel mag, liegt hier nicht daneben. Wer aber erwartet, dass The Sugars in der Lage sind, für einen neuen Lieblingstrack zu sorgen, der ist auf dem Holzweg. Es fehlt das Gespür für die große Melodie und es hat seine Gründe, warum die Indie-Charts „nur“ die Indie-Charts sind. Verneinen der Großen ist nicht ein Beweis für Qualität und so muss dieses Album gestehen, dass es an vielen Ecken und Enden noch hapert. Mit der Zeit wird das vielleicht noch besser, dann lassen sich die Briten vielleicht auch nicht mehr von ihrem Produzenten überreden (oder kommen selbst auf die Idee) eine Mariachi artige Trompete viel zu lange aufgesetzt zu lassen und einen passablen Song einfach nur noch nervig erscheinen lassen („Fairytales Of Love“).

Anspieltipps:

  • Black Friday
  • Unnamed Duet
  • Way To My Heart

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