Hate Gallery - Compassion Fatigue - Cover
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Hate Gallery Compassion Fatigue


  • Label: The Unit Music Company
  • Laufzeit: 37 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Neben den Fakten, dass die Band 2005 in London gegründet wurde und mittlerweile in Schweden lebt, ist nichts weiter bekannt, außer dass ich in diesem Moment das Debüt der Truppe in den Händen halte. Die MySpace-Seite offeriert immerhin, dass es sich um eine vierköpfige Band bestehend aus Bassisten/Sänger Janne Jarvis, den beiden Gitarristen Petja Lepola und Rille Lundell und Schlagzeuger Freddie Kvarnebrink handelt. Alter, Herkunft, alles nicht wichtig und mehr sollen wir von der Band auch nicht wissen, denn schon der Pressetext sagt uns, dass die Musik für sich sprechen soll.

Also geht’s auch ohne Umschweife los: Rein mit der Scheibe und Play drücken. Die kommenden knapp 40 Minuten werden glücklicherweise größtenteils kurzweilig, wenn auch nicht überraschend. Denn schon nach dem Opener „The idiots“ ist klar, dass man hier einfach simpel gestrickten, handgemachten Punkrock mit leichten Hardrock-Einschlägen im Player liegen hat. Das Einstiegsriff der zweiten Nummer „Truth about you“ lässt sich vor allem musikalisch mit Danko Jones vergleichen. Auch sonst erinnern viele Songs an „größere“ Bands, wie beispielsweise „New god“ an U2 oder „Slave new world“ an Nirvana. Ob das nun negativ zu bewerten ist sollte jeder selbst für sich ausmachen. Nur sollte man sich eben auch im Klaren sein, dass Überraschungen auf dem Album ausbleiben und vieles in ähnlicher Art und Weise schon mal irgendwo gehört wurde. So würde sich das Eingangsriff von „Exit wound“ sicherlich auch auf einem Motörhead-Album wunderbar unterbringen lassen. Die Abmischung von „Compassion Fatigue“ jedenfalls lässt nicht im Geringesten zu wünschen übrig. Dabei sollte aber auch erwähnt werden, dass die oben genannten Instrumente und die gelegentlich durch etwas Hall ergänzte Stimme von Sänger Janne das Einzige sind, was abgemischt werden musste. Das Album jedenfalls hangelt sich auf einem gleichbleibenden, leicht monotonen Weg immer weiter durch, bis es dann mit dem längsten und durchaus auch ausgefeiltesten Stück „We’re not receiving“ sein Ende findet.

Mit „Compassion Fatique“ ist Hate Gallery kein großer oder besonderer Wurf gelungen. Aber das herausragende Rockalbum der letzten 20 Jahre wollte die vierköpfige Truppe sicherlich auch nicht schaffen. „It gets in, says its piece and gets out. Just how it should be.” Das beschreibt wohl die CD am Besten: Sie kommt, läuft durch und das war’s dann. Wer gern Punkrock hört oder auf simpel gestrickten Rock für zwischendurch steht, wird mit dieser Scheibe vollends zufrieden sein. Für alle anderen verliert „Compassion fatique“ eventuell schon nach dem zweiten Durchlauf seinen Reiz!

Anspieltipps:

  • Truth about you
  • New god
  • Exit wound

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