Fort Knox Five - Radio Free DC - Cover
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Fort Knox Five Radio Free DC


  • Label: Fort Knox Records
  • Laufzeit: 53 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Don’t funk with ’em! Da können die Jungs noch so sehr propagieren, dass wir funken müssen und zwar für den Frieden, diese Jungs geben einem jedem Saures! Sid Barcelona, Jon Horvath, Rob Myers und Steve Raskin machen Partymusic für die Tanzfläche. Ob Club, Wohnzimmer oder Gartenhäuschen ist egal. Man gebe dem Hörer nur einen Quadratmeter und er wird sie zum Tanzen zu nutzen wissen. Die vier US-Amerikaner liefern eine Platte, die so funkt und groovt, wie man es kaum für möglich gehalten hätte.

Von der ersten Sekunde an wird der Hörer in den Bann dieser energiegeladenen Combo gezogen. „Insight“ ist ein Kracher, der sich hören lassen kann. Old-School-Groove, doch die Produktion sorgt für glänzend polierten Sound, der aus den Boxen wummert und was „Insight“ vermochte, steigert das anschließende „Funk 4 Peace“ sogar noch, durch gebremstes Tempo, dafür heftigeren Beats, orientalischen Soundelementen und dem genialen Mustafa Akbar, der eine Ausstrahlung sondergleichen an den Tag legt. Da wirkt „How To Start A Band“ fast eingeschüchtert, aber das ist nur eine kurze Fata Morgana, die sich da vor dem Hörer ausbreitet. Auch wenn „Funk 4 Peace“ wirklich noch eine Klasse höher spielt, ist „How To Start A Band“ immer noch bestens veredelte Funkmusik ins Gewand der modernen Clubs eingehüllt.

Vielseitigkeit wird spätestens mit „Sao Funky (Parts 1 & 2)“ bewiesen, wenn der immer beliebter werdende Bossa-Nova sich gekonnt mit dem Funk vereinen darf und eine weitere Dancefloorperle entsteht. Auch zu „The FK Strut“ lassen sich gut die Hüften schwingen, doch hier wird ein Sample zu sehr ausgelutscht. Der erste Song, der ein wenig eintönig klingt. „The Party Pushers“ ist fast schon ein einziges Klischee und kann sich so auch nicht über ein gewisses Niveau heben. Dass es aber auch viel besser geht beweist „Killa Soundboy“, das mit frischen Beats aufwartet und sich nicht in einer einzigen simplen Idee verliert. Diese Schiene wird auch bei „The Wonder Strikes Again“ weitergefahren und am Ende des Albums klassisch durch „Not Gonna Take It“ komplettiert.

Konnte „The Party Pushers“ trotz Akbar nicht vollends überzeugen, ist auch „The Spirit Of ‚75“ noch kein Meisterwerk, „Uptown Tricks“ dafür wieder eine relaxte, richtig starke Nummer. Bleibt nur noch „Papa Was Stoned“, dass sich auch zu sehr im Uptempo verliertm um so stark zu sein, wie der bebende Beginn. Nichtsdestotrotz liefern Fort Knox Five hier ganz starke Kost ab, die wieder und wieder und wieder Spaß macht. Die Platte kann man ruhig öfter auflegen.

Anspieltipps:

  • Insgiht
  • Funk For Peace
  • Killa Soundboy

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