Eagles Of Death Metal - Heart On - Cover
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Eagles Of Death Metal Heart On


  • Label: Cooperativ/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 42 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer nicht jetzt schon gespannt ob des Nachfolgers wartet, ist ein Strolch!

Was ursprünglich als Scherz von Queens Of The Stone Age-Mastermind Josh Homme und Kifferkollege Jesse Hughes entstanden war, ist mittlerweile weit über das Ziel hinausgeschossen und serviert mit „Heart On“ das bereits dritte Studioalbum. Während der Dessert Sessions hatten die beiden die Idee für die Eagles of Death Metal, „Peace, Love Death Metal“ und „Death by Sexy“ heißen die bisherigen Erzeugnisse.

Durchweg sinnfreier LoFi-Trash mit Lyrics jenseits von Gut und Böse sind auch für den dritten Longplayer das bewährte Rezept. Eingespielt wurde das Album von Jesse „Boots Electric“ Hughes (Gesang, Gitarre), Josh „Babyduck“ Homme (Drums), Dave „Davey Jo“ Catching (Gitarre) und Brian „B.O.C.“ O'Connor (Bass). Zahlreiche Gastauftritte gibt es logischerweise auch dises Mal wieder. So sind beispielsweise Jack Black und Dave Grohl auf der Platte zu hören.

Wie gewohnt hält sich Josh Homme sehr zurück und überlässt Jesse Hughes weitgehend das Kommando. Wie gewohnt ist auch sonst alles, glückliche Besitzer eines der Vorgängeralben brauchen gar nicht weiterlesen, der aktuelle Output ist genauso wenig von seinen Vorgängern zu unterscheiden wie diese untereinander. Das Album ausführlich zu besprechen erübrigt sich eigentlich, schließlich wurde es das bereits 2004 und zwei Jahre später erneut.

Doch sei's drum, mit viel gutem Willen kann man den Jungs attestieren, sich marginal vom LoFi-Sound der vergangenen Alben gelöst und sich etwas dem groovenden Boogie-Blues à la ZZ Top geöffnet zu haben. Dass das vorab veröffentlichte „Wannabe in L.A.“ von „I Want You So Hard (Boys Bad News)“ des Vorgängeralbums zu unterscheiden ist, lässt sich auch behaupten. Das allerdings wäre gelogen. Mit viel Rock 'n' Roll, Staub, Spaß und einer großen Portion Selbstironie rocken sich die Metaller des Todes durch das gesamte Album ohne sich auch nur im Geringsten um Abwechslung oder ernsthafte Musik zu scheren.

Dabei stampfen sie jegliche Daseinsberechtigung wieder einmal dermaßen gekonnt in Grund und Boden, dass man einfach seinen Spaß daran haben muss. Ob nun mit diesem oder einem der Vorgängeralben ist dabei so berauschend wichtig wie die Länge von Britney Spears' Achselhaaren, denn Spass machen sie alle und unterscheiden kann man sie ja eh nicht. Also wer da nicht jetzt schon gespannt ob des Nachfolgers wartet, ist ein Strolch!

Anspieltipps:

  • Heart On
  • I’m Your Torpedo

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