Pain - Cynic Paradise - Cover
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Pain Cynic Paradise


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass sich hinter dem Namen Pain überwiegend der Hypocrisy-Mastermind Peter Tägtgren verbirgt, ist seit dem Projektbeginn unverändert. Dabei wurde auch kaum der Versuch unternommen, das Ganze als Band zu etablieren. Lediglich live waren davon Ansätze zu erkennen – wie zuletzt im Vorprogramm der Finnischen Superstars von Nightwish. Und die greifen dem Dark Metal/Industrial-Projekt auch auf dem neuen Album „Cynic Paradise“ wieder tatkräftig unter die Arme. Immerhin übernimmt die neue Nightwish-Sängerin Anette Olzon bei der hitverdächtigen Single „Follow Me“ gleich einen Teil des Leadgesangs.

Stellvertretend für das Album steht dieser Song allerdings nicht. Tatsächlich ist „Follow Me“ vergleichsweise Poppig ausgefallen und lässt Parallelen zum bislang größten Pain-Erfolg „Shut Your Mouth“ zu. Zwar bewegen sich Tägtgren & Co noch immer weit ab vom Death Metal-Sound der Hauptband des Masterminds, ein gesteigerter Härtegrad lässt sich dennoch ausmachen. Freunde von modernen Metal-Klängen dürften bei Songs wie „I’m Going In“ und „Live Fast / Die Young“ aus dem seligen Kopfnicken kaum mehr heraus kommen. Zumal sich ein großer Teil der auf „Cynic Paradise“ versammelten Songs im Tanzflächen-kompatiblen Stampfrhythmus bewegen.

Tendenziell bedeutet das auch einen etwas geringeren Keyboard-und Sampleanteil. Dezente Drum-Loops in „Not That Kind“ sind zwar ebenso zu hören, wie Synthi-Teppiche in „No One Knows“, bei einem Großteil der Songs regieren aber tatsächlich die Gitarren. Das bedeutet allerdings dennoch, dass nicht alle Titel auf Anhieb zünden. Gerade Songs wie „Not That Kind“ und „Feed Us“ rutschen beim ersten Durchlauf noch etwas unauffällig durch die Gehörgänge. Daneben gibt es nur wenige Nummern, die mit einem ähnlich Mainstream-gefälligen Sound daher kommen wie „Follow Me“. In diese Kerbe schlägt ansonsten nur das rockige „Have A Drink On Me“.

Insgesamt bekommt der Modern-Metal-Fan allerdings die ganze Breitseite geboten: fette Gitarrenbretter („Monkey Business“), verzerrter Leadgesang und zurückhaltende Synthi-Elemente gehen in Ohr und Körper. Zudem sind mit „I’m Going In“, „Follow Me“ und „Live Fast / Die Young“ einige der besten Pain-Songs des bisherigen Schaffens zu hören. Für Dark-Metal-Freunde ist „Cynic Paradise“ also eine unbedingte Kaufempfehlung.

Anspieltipps:

  • I’m Going In
  • Follow Me
  • Live Fast / Die Young

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