Hammer Of Gods: Die Led Zeppelin Saga

  • 13.03.2009
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Sex, Drogen, Hardrock und Gewalt: Eine Rocklegende wird durchleuchtet.

Bereits 1985 begann der Journalist Stephen Davies mit seiner Biographie über eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten: Led Zeppelin. Er verbrachte 1975 einige Wochen mit der Band und suchte sich danach durch sämtliches veröffentlichtes Material über diese sagenumwobene Band, um eine Chronik zu erstellen, die nichts aus lässt: Sex, Drogen und natürlich Musik waren die Hauptbestandteile der mit viel Fanherzblut getränkten 400 Seiten, die Davies 1997 noch ergänzte. 2008 erschien erst die deutsche Übersetzung des recht ausschweifenden Buches, das mit sehr lebendiger Sprache Led Zeppelins steile Karriere nachzeichnet. Gitarrist Jimmy Paige, Sänger Robert Plant, Bassist und Keyboarder John Paul Jones und der leider verstorbene Schlagzeuger John Bonham schrieben Rockgeschichte und inspirierten zahlreiche Bands wie z.B. Nirvana.

Sicher ist nicht jede der Eskapaden so spannend und erhellend, doch Davies schafft es, die Gründe für Faszination des Publikums annähernd einzufangen, obwohl er zugibt, selbst nicht ganz zu wissen warum es so eine starke fast hypnotische Wirkung der Briten auf ihre Fans gab. Die exzentrischen Liveperformances waren legendär und haben so manchen Fan zu einem solchen gemacht. Die Kämpfe, die Led Zeppelin mit zahlreichen Plattenfirmen ausfochten, kommen auch nicht zu kurz und bei manchen Konflikten versteht man schon, dass die vier Musiker auch mal auf stur schalteten, um ihre künstlerische Identität zu wahren.

Sex, Drogen und auch Gewalt spielten nicht gerade eine untergeordnete Rolle im Leben von Led Zeppelin und die Erzählungen darüber verursachen beim Leser nicht selten Kopfschütteln angesichts der Verrückt- und Abhängigkeiten der so begabten Musiker. Die Musikszene von 1968 bis 1980 wird hinreichend beleuchtet und auch kritisch betrachtet, allerdings natürlich aus Led Zeppelins Sicht. Die Entstehungsgeschichte von einzelnen Songs oder die damalige Gefühlslage der Musiker zeichnet Stephen Davies akribisch, aber auch euphorisch nach und selbst die deutsche Übersetzung bewahrt den Charme der Vorlage. Dieses Buch eines Fans für Fans darf in keiner Sammlung echter Musikinteressierter fehlen.

für CDstarts.de

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