Patrick Carr - Cash: Die Autobiografie

  • 08.03.2012
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Großformatige Biografie-Neuauflage zum 80. Geburtstag des Meisters.

1932 wurde ein Mann geboren, der als „Man in black“ Kultstatus erlangte: Johnny Cash. Seinen 80. Geburtstag konnte man am 26.02.2012 feiern, wenn er nicht leider im Jahre 2003 verstorben wäre. Seine Karriere begann als Countrystar und endete als anerkannter Songwriter, der mit reduzierten Akustiksongs, von Erfolgsproduzent Rick Rubin arrangiert, nochmal richtig durchstartete.

Das Leben von Johnny Cash schrieb jemand auf, der genau über ihn Bescheid wusste: Johnny Cash selbst gab ausführlichst Auskunft über sein bewegtes Leben, dass neben negativen Aspekten wie Drogenmissbrauch und Gefängnisaufenthalten viele Erlebnisse enthielt, die Respekt für einen unbeugsamen rebellischen Mann auslösen, der trotz oder gerade wegen seiner gottesfürchtigen Erziehung sich gegen viele Konventionen stellte und damit und seiner musikalischen Begabung als Songwriter das Publikum beeindruckte. Diese neu aufgelegte Autobiografie war auch die Grundlage für den erfolgreichen Kinofilm „Walk the Line“, die sehr erfolgreich war und auch den jüngeren Zuschauern diese Legende nahebrachte.

Der Journalist Patrick Carr unterstützte Johnny Cash bei seinen Memoiren und diese Arbeit zementierte seinen Ruf als Countrymusikexperte endgültig. 53 Millionen verkaufte Tonträger kann Johnny Cash aufweisen, eine beeindruckende Zahl, die aber eigentlich nicht so wichtig zu sein scheint, zu vielfältig ist das musikalische Schaffen und zu herausragend seine beeindruckende Persönlichkeit. Der lockere Ton der Cash'schen Erzählungen gefällt und ohne Schnörkel und durchaus selbstkritisch beleuchtet der Musiker Cash sein Leben, in dem er scheinbar nichts ausließ.

Um ein Zitat anzubringen: „June ist unglaublich stark, sie ist mein Fels in der Brandung.“ Das zeigt wie offen Johnny Cash seine Verletzlichkeit in über dreihundert Seiten preisgibt und warum ihn der Tod seiner Frau so mitnahm, dass seine Widerstandskraft gegenüber seinem schlechten Gesundheitszustand zusehends nachließ.

Das Comeback von Johnny Cash startete 1994. Mit Rick Rubin nahm er American Recordings, Unchained, Solitary Man und The Man Comes Around und einiges mehr auf, seine musikalische Wiederauferstehung gelang mit reduzierten Instrumentierung und einer Stimme, die viel Leid, Krankheit und einfach ein interessantes Leben ausdrückte. Wer das Nine Inch Nails-Cover „Hurt“ hört und keine Gänsehaut bekommt, versteht nicht, was Johnny Cash für ein Talent besaß. Eine einzigartige Songwritinggabe und eine Stimme, die bewegt, sind dabei nicht alles was Johnny Cash ausmacht, er und seine Aura oder sein Charisma sind mit Worten schwer zu beschreiben.

Diese Autobiografie enthält sehr viele Gedanken und Geschichten aus Johnny Cashs Leben, die man sich zu Gemüte führen sollte. Die Sprache ist zwar nicht sehr kompliziert, aber Einfachheit und Klarheit war immer die Stärke des „Man in black“. Diesen dicken Wälzer für seine Fans und alle Musikinteressierten, der auch mit zahlreichen Fotos versehen wurde, kann man in jedem Buchladen und Internetshop für 29,95 Euro kaufen.

für CDstarts.de

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