Stephan Stanzel (A Life, A Song, A Cigarette)

  • 29.09.2007
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Der Wiener Sänger und Songwriter beantwortete CDstarts.de einige Fragen.

Anlässlich der Veröffentlichung des Debütalbums seiner Band A Life, A Song, A Cigarette beantwortete Stephan Stanzel, Sänger und Songwriter der Wiener, CDstarts.de einige Fragen. Unter Anderem gewährt der sympathische Frontmann einen Einblick in die Entstehung der „Leidens- und Lebensgemeinschaft“ mit ungewöhnlichem Namen und gibt einen Ausblick auf das, was der geneigte Hörer während der Konzerte (und danach!) erwarten darf!

CDstarts: Wie sind die Band und ihr etwas seltsamer Name entstanden?

Stanzel: Einfach aus der Notwendigkeit heraus, meine Ideen in Band-Form umzusetzen. Mittlerweile ist sie zu einer Leidens- und Lebensgemeinschaft herangewachsen. Der Name entstand, als Philipp, unser Keyboarder, mit einem Eurolines Bus von einem Belle and Sebastian Konzert zurück nach Wien kam und im Proberaum sein Leben gegen eine Zigarette tauschen wollte. Daraus hab ich dann „A Life, A Song, A Cigarette“ gebastelt.

CDstarts: Eure Musik lässt sich schwerlich mit eurer Herkunft vereinbaren. Was habt ihr für Einflüsse & gibt es in Wien eine Szene, habt ihr dort ein Netzwerk?

Stanzel: Ich denke, dass die Herkunft egal ist. Nicht aber das Gefühl für eine bestimmte Art von Musik. Aufgewachsen bin ich mit den Beatles, dann kamen US-Indie-Bands, wie zum Beispiel Pavement dazu, und momentan höre ich (fast) alle möglichen Variationen von Folk. Oder Post- oder Anti-Folk oder wie sich das jetzt nennt. In Wien gibt es eine recht überschaubare Songwriter-Szene und in letzter Zeit eine kleine aber feine Auswahl an Independent-Labels. Unser Netzwerk besteht aus unserem Label Siluh Records und unserer Booking Agentur Easylistening, wo zum Beispiel auch Naked Lunch und die Killed by 9V Batteries mit dabei sind.

CDstarts: Wie entstehen eure Songs? Welche Anteile haben die verschiedenen Bandmitglieder?

Stanzel: Ich komme meistens mit dem fertigen Text und dem Grundgerüst der Melodie in den Proberaum, den Rest erarbeiten wir dann gemeinsam.

CDstarts: Wenn Du jemandem mit einem Song die Band vorstellen müsstest, welchen würdest Du wählen?

Stanzel: Wahrscheinlich einen neuen Song. Aber vom Album würde ich „Love“ auswählen.

CDstarts: Deine Stimme und die Art, wie du singst, erinnern mich sehr an Conor Oberst, den Frontmann von Bright Eyes. Eure Musik geht in eine ähnliche Richtung. Würdest Du diesem Vergleich zustimmen?

Stanzel: Dem Vergleich kann oder muss ich zustimmen, wobei mir Schubladendenken ja eigentlich sehr gegen den Strich geht. Des Weiteren sind bei uns meiner Meinung nach auch noch etliche andere Einflüsse vorhanden. Außerdem ist Conor Oberst ja nicht der größte Idiot auf diesem Planeten. Also könnte es schlimmere Vergleiche geben.

CDstarts: Du hast dich in einem Fernsehinterview einmal über die eher mäßige Unterstützung der Medien beklagt. Fühlt ihr euch im Vergleich zu „Topsellern“, wie beispielsweise Christina Stürmer, ungerecht behandelt?

Stanzel: Außer dem Radiosender FM4 und einigen kleinen Magazinen gibt es in Österreich wenig Platz für solche Formate und es wird sich wohl auch in den nächsten zwanzig Jahren nicht sonderlich viel daran ändern. Wobei ich jetzt zugeben muss, dass unsere Platte von den meisten österreichischen Printmedien gut aufgenommen wurde.

CDstarts: Ihr seid in der letzten Woche auf der Popkomm aufgetreten, die sich als Businessplattform der Musik- und Entertainmentbranche versteht. Welche Eindrücke habt ihr mitgenommen?

Stanzel: Wir haben außer unserem Konzert eigentlich kaum was von der Popkomm mitbekommen. Wie man so hört, wird dort die Hälfte des Tages geredet und die andere Hälfte getrunken. Berlin ist auf jeden Fall eine Stadt zum Wiederkommen!

CDstarts: Das werdet ihr ja auch im November & Dezember dieses Jahres, wenn ihr für einige Konzerte, unter Anderem in Berlin, Münster, Hamburg und Bielefeld, nach Deutschland kommt. Was können die Menschen Live von euch erwarten?

Stanzel: Es fällt mir immer schwer uns zu beurteilen. Ich sag mal ein abwechslungsreiches Set mit einigen neuen Songs und eine ergiebige Feier danach!

„A Live, A Song, A Cigarette“ – aktuelles Album: „Fresh Kills Landfill“. Nähere Informationen und Konzerttermine: www.alasac.com

Das Interview führte Andreas Beckschäfer

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