Jon Flemming Olsen Interviews

  • 19.02.2014
Kurzinterview mitJon Flemming Olsen
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Jon Flemming Olsen - News
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Das Hamburger Multitalent (Musiker, Schauspieler, Grafiker, Autor, Imbisswirt...) im Gespräch.

CDstarts: Nenne drei Alben für die berühmte einsame Insel und ein weiteres, welches es fast geschafft hätte, mitzukommen, aber am Ende zu Hause bleiben musste und begründe Deine Entscheidung!

Jon Flemming Olsen (JFO):

  • The Beatles - „Revolver“. Meine persönliche musikalische Erweckung. Mit ungefähr elf Jahren im Plattenschrank meiner Eltern entdeckt. Für mich seitdem und immer noch das beste Album der Beatles: Die Covergestaltung ist magisch, die Songs schlichtweg genial.
    • James Taylor - „Greatest Hits“. Ein Album voller musikalischer Rescue-Tropfen. Trost und Wärme. Keine Reise ohne diese Platte.
      • The Clash - „London Calling“. Beste Rockband aller Zeiten auf dem Zenit ihres Schaffens.

      Ganz knapp vorbei:

      • David Bowie - „Heroes“. Sein Meisterwerk. Seit über 30 Jahren eine meiner Lieblingsplatten. Leider hängt die B-Seite ganz leicht durch. Deshalb nicht dabei.

      CDstarts: Fast jeder besitzt alte Platten/CDs in seiner Sammlung, die ihm inzwischen peinlich sind. Wie lauten Deine gut gehüteten Musikgeheimnisse, warum schämst Du Dich für sie und warum hast Du sie noch nicht entsorgt?

      JFO: Ich habe noch nie ein Vinyl-Album entsorgt und werde es auch nie tun. Deshalb - und nur deshalb - auch dieses nicht: Mezzoforte - „Surprise Surprise“.

      CDstarts: Welches gemeinhin als „Klassiker der Musikgeschichte“ bezeichnete Album gefällt Dir persönlich gar nicht und warum?

      JFO: Hier muss ich wirklich grübeln. „Bat Out Of Hell“ von Meat Loaf vielleicht. Das Opernhafte, Große, etwas Aufgepumpte liegt mir nicht so sehr.

      CDstarts: Womit verbringst Du Deine Zeit neben der Musik? Betreibst du eine Sportart, hast du Hobbys oder genießt Du die ruhigen Momente lieber allein oder zusammen mit Freunden und Familie?

      JFO: Für echte Hobbys fehlt mir die Zeit - aber ich tauche seit siebzehn Jahren wahnsinnig gern. Und ich spiele sehr gern Carambolage Billard (kein Pool-Billard!), was aber kaum noch möglich ist, da die Carambolage Salons in Deutschland im Aussterben begriffen sind.

      CDstarts: Was war der verrückteste Moment, den Du als Musiker jemals bei einem eigenen Konzert/Auftritt erlebt hast?

      JFO: Circa 1992 im Hamburger Docks mit meiner damaligen Band „Welcome Home“. Beim allerersten Akkord riss mein Gitarrengurt und ich musste die nächsten 90 Minuten mit unter die Achsel geklemmter Gitarre spielen, was unglaublich jämmerlich aussah.

      CDstarts: Wenn Du kein Musiker wärst, welchen Beruf würdest Du ausüben und warum?

      JFO: Schauspieler. Grafiker. Autor. Sind die einzigen Berufe, in denen ich sonst Erfahrung habe.

      CDstarts: Welchen Star würdest Du nicht von der Bettkante schubsen und warum nicht?

      JFO: Sag ich nicht.

      CDstarts: Warum hast Du Dich ausgerechnet für Stephan Gade als Co-Produzenten für „Immer wieder weiter“ entschieden?

      JFO: Weil wir uns lange und gut kennen und auch schon auf dem Texas Lightning-Album „ Back At The Ranch…“ sehr gut zusammen gearbeitet haben. Er hat ein feines Ohr, viel Erfahrung und ist sehr geschmackssicher. Außerdem können wir immer sehr viel zusammen lachen.

      CDstarts: Wie lautet Dein Lieblingssong auf dem neuen Album und warum?

      JFO: Das ist sehr schwer zu sagen - weil das Album eben so unterschiedliche Facetten hat. Aber wenn ich mich für ein Lied entscheiden müsste, wäre es wahrscheinlich das letzte: „Tanz durch den Müll“. Ich finde die Komposition sehr gelungen und der Text mit seiner Emotionalität ist mir sehr nah.

      CDstarts: Wie war Deine Herangehensweise an das Komponieren und Texten des neuen Albums?

      JFO: Zunächst standen die neu zu betextenden Songs im Vordergrund. Wobei ich erstmal selber gar nicht so recht ran wollte, ans Textgeschäft. Die Aufgabe schien mir erstmal eine Nummer zu groß für mich. Als dann aber ein paar Versuche mit professionellen Schreibern nichts wirklich Verwendbares hervorbrachten, hab ich gemerkt: Es nützt nichts, du musst dich der Sache selber stellen. „Das wird immer sein“ war der erste Text, den ich geschrieben habe. Danach war der gordische Knoten geplatzt. Die eigenen Songs sind dann sozusagen unterwegs entstanden. Und währenddessen nahm das Ding dann Dimension und Form an. Es war ein arbeitsintensiver, aber auch schöner Prozess.

      Bearbeitet von für CDstarts.de

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