The Day Interviews

  • 13.03.2015
Kurzinterview mitThe Day
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The Day - News
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Das Duo im Gespräch mit CDstarts.de.

CDstarts: Welcher Film oder welches Buch hat euch im Leben am meisten inspiriert und wie lautet die Geschichte dahinter?

Laura: Das Buch „Kafka am Strand“ von Haruki Murakami. Als ich das gelesen habe, war ich so inspiriert, dass ich direkt einen Song darüber schreiben musste! Der heißt „Miss Saeki“ und ist auf unserer ersten Platte zu hören.

Gregor: Seit ich den großartigen Film „Smoke“ gesehen habe, versuche ich mit dem Rauchen anzufangen, ohne Erfolg. Was mache ich falsch?

CDstarts: Auf welchem Album eines anderen Künstlers hättet ihr gerne mitgespielt?

Laura: „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ von Sigur Rós.

Gregor: „Kid A“ von Radiohead.

CDstarts: Ist einer eurer Songs beim Publikum schon mal völlig anders angekommen, als ihr es erwartet habt? Welcher war es und was hat das mit euch gemacht?

Laura: Der Moment, als wir beim Open Source Festival gespielt haben, und die Leute plötzlich angefangen haben zu tanzen. Unsere Songs waren bis zu dem Konzert nicht so richtig tanzbar, dachten wir zumindest...

Gregor: Genau, der Song war „Golden Arms“. Inzwischen ist das Tanzen aber bei unseren Konzerten nicht mehr wegzudenken. :-)

CDstarts: Gab es schon mal einen Moment, in dem ihr die Musik am liebsten hingeworfen hättet? Wann war das und was hat euch motiviert, es doch nicht zu tun?

Laura: Der Moment kam kurz bevor wir mit den Aufnahmen fertig waren. Dann zweifelt man schon mal, ob man dem Song das gegeben hat, was er verdient. Oder ob es noch nicht genug ist. Wir sind beide sehr perfektionistisch, was das angeht.

Gregor: Aber inzwischen merken wir, dass kurz nach dem Moment, in dem man am liebsten alles löschen möchte, meist dann doch noch alles zusammen kommt. Und dann sollte man es eben auch schnell abschließen. Aber grundsätzlich mit der Musik aufzuhören, kommt für uns beide, denke ich, einfach nie in Frage.

CDstarts: Für welchen Spleen werft ihr privat am meisten Geld aus dem Fenster?

Laura: Ich bin ein Serien-Junkie! Ich habe vor Kurzem mal wieder angefangen, alle Serien, die ich jemals geguckt habe, auf DVD zu kaufen. Und das sind eine Menge!

Gregor: Und einen Blu-ray-Player hast du immer noch nicht? Ich sammle auch Platten und Filme. Aber mehr Geld geht, fürchte ich, für Studioequipment aller Art drauf. Bandechos. Federhallgeräte.

CDstarts: Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdet ihr gerne mal im Riesenrad stecken bleiben wollen und warum?

Laura: Mit dem Dalai Lama. Ich weiß nicht genau wieso und ich weiß auch nicht, was ich fragen würde, aber der Gedanke, dass der Dalai Lama dann neben mir sitzen würde, beruhigt mich schon.

CDstarts: Welche Platte würdet ihr unbedingt als Pflichtkauf empfehlen und was ist das Besondere an ihr?

Laura: „Með suð í eyrum við spilum endalaust“ von Sigur Rós und „Go“ von Jonsi. Hört selbst. Für mich schließt sich da der Kreis und ich weiß, warum ich all das mache.

Gregor: „Mule Variations“ von Tom Waits. Kaum etwas ist an der nicht besonders.

CDstarts: Welche Wünsche oder Ziele verbindet ihr mit eurem aktuellen Album „Strangers With Familiar Faces“?

Gregor: Wir haben uns bei der Platte einmal mehr vorgenommen, vor unserer eigenen Musik zurückzutreten, auf dass die Hörer sich durch nichts ablenken lassen - auch nicht durch uns, die wir sie gemacht haben - und auf dass sie sich darin bewegen können wie in Räumen.

Laura: Oder dass sie eben ganz eintauchen können, wie in einen Film.

CDstarts: Gab es bei den Aufnahmen des Albums Missgeschicke, kleine Wunder oder große Tragödien?

Laura: Bei unserer Art aufzunehmen gibt es schon immer mal kleine Missgeschicke - aber gerade die machen dann die Magie aus.

Gregor: Mit Geräten wie den Bandechos, die wir benutzen, gibt man dem Zufall auch Raum. Weil sich auf den Bandstücken auch immer kleine Reste oder „Artefakte“ befinden können, die dann aber Teil des Songs oder der Ästhetik werden. Wir glauben einfach sehr daran, dass man auch nicht alles zu sehr polieren und kontrollieren darf, weil sonst die Magie verloren geht.

CDstarts: Wie lautet die Geschichte hinter dem Plattencover?

Gregor: Eines abends, als ich Laura zum Zug brachte, erzählte ich ihr von einer Dortmunder Fotografin, auf die ich gestoßen war, und deren Werk ich sehr beeindruckend fand. Während wir auf den Zug warteten, stießen wir in ihrem Blog auf das Coverfoto und haben direkt beide gesagt: Das ist es! Ganz vorsichtig haben wir dann bei Sabrina Karakatsanis angefragt und am Ende hat es wirklich geklappt! :-)

CDstarts: Auf welchen Song dieses Albums seid ihr besonders stolz und warum?

Laura: Da ist es jetzt unmöglich, einen Song herauszupicken, weil wir einfach auf jeden einzelnen ganz viel Zeit und Liebe verwendet haben. Das wäre jetzt einfach unfair. :-)

Bearbeitet von für CDstarts.de

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