Berge Interviews

  • 17.06.2015
Kurzinterview mitBerge
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Berge - News
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Die Augen für das Wesentliche öffnen.

CDstarts: Welcher Film oder welches Buch hat euch im Leben am meisten inspiriert und wie lautet die Geschichte dahinter?

Berge: Es gibt natürlich unglaublich viele tolle Bücher und Filme, da ist es schwer sich für eines zu entscheiden. Wenn ich überlege, welche Bücher mich wirklich inspiriert oder verändert haben, dann sind das eher Sachbücher gewesen. Safi Nidaye zum Beispiel hat ein Buch geschrieben, „Herz öffnen statt Kopf zerbrechen“, das mich wirklich nachhaltig motiviert hat, entspannter und konstruktiver mit meinen Gefühlen umzugehen. Einen Filmtipp haben wir auch: Kumaré. Ich würde jedem religiös oder spirituell Interessierten diese kluge und unerwartet lustige Dokumentation empfehlen, denn sie kann einem wirklich die Augen für das Wesentliche öffnen.

CDstarts: Auf welchem Album eines anderen Künstlers hättet ihr gerne mitgespielt?

Berge: Ich höre mir unglaublich gerne neue Musik an und ich vergöttere wirklich viele Künstler, aber ich bin eigentlich ganz glücklich damit, bei unserem eigenen Album mitgewirkt zu haben und habe noch nie darüber nachgedacht, dass ich gerne bei einem anderen Künstler mitgespielt hätte. Aus rein gesangstechnischer Perspektive finde ich die Leistungen von Jessie J einfach übermenschlich und da hätte ich während der Vocal Recordings zu ihrer aktuellen Platte sehr gerne mal Mäuschen gespielt.

CDstarts: Ist einer eurer Songs beim Publikum schon mal völlig anders angekommen, als ihr es erwartet habt? Welcher war es und was hat das mit euch gemacht?

Berge: Der Song „10.000 Tränen“ war für uns definitiv ein Überraschungserfolg und wir hätten nicht gedacht, dass ein Lied zum Thema Tierschutz so viele Menschen interessiert und erreicht. Natürlich haben wir uns megamäßig gefreut und erkannt, dass die Leute offenbar bereit sind für tiefere Themen, was uns in unserer gesamten Vision für das aktuelle Album noch mal bestätigt und motiviert hat, genau so weiterzumachen.

CDstarts: Gab es schon mal einen Moment, in dem ihr die Musik am liebsten hingeworfen hättet? Wann war das und was hat euch motiviert, es doch nicht zu tun?

Berge: Wir haben in unserer Bandgeschichte immer wieder alles Mögliche ausprobiert, um zu wachsen und Aufmerksamkeit zu bekommen. Sicher gab es immer mal Momente, in denen es so schien, als würde jahrelange harte Arbeit eventuell nie Früchte tragen. Früher haben wir zum Beispiel auch immer mal wieder bei Bandwettbewerben mitgemacht, aber nie gewonnen. Im ersten Moment ist das schon immer ein kleiner Downer gewesen. Wir sind allerdings gut darin, uns auf unsere wesentlichen Stärken und Ziele zu konzentrieren. Wir haben am Ende den Glauben an uns und unsere Musik nie wirklich verloren, da wir auch schon immer treue Fans hatten, die uns das Gefühl gegeben haben, dass wir etwas Gutes für die Menschen tun.

CDstarts: Was war der übelste Job den ihr gemacht habt, um über die Runden zu kommen?

Berge: Diese Frage würden wir gerne streichen.

CDstarts: Für welchen Spleen werft ihr privat am meisten Geld aus dem Fenster?

Berge: Ich gebe zu, dass ich, was Essen betrifft, keine Leckerei an mir vorüber gehen lasse und ich auch nur selten auf den Preis schaue. Qualität ist uns beiden wichtig, auch wenn das für Außenstehende vielleicht manchmal etwas übertrieben scheint.

CDstarts: Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdet ihr gerne mal im Riesenrad stecken bleiben wollen und warum?

Berge: Es wäre mir eine Ehre, mal mit Damon Albarn quatschen zu dürfen. Ich finde den Mann einfach toll. Ich war früher der größte Blur-Fan und finde auch alle späteren Projekte von Damon spannend. Er ist einer der Wenigen, die auf kreativer Ebene immer so schön unkonventionell offen für Neues waren und sind. Das mag ich.

CDstarts: Welche Platte würdet ihr unbedingt als Pflichtkauf empfehlen und was ist das Besondere an ihr?

Berge: Unsere Lieblingsplatte auf Tour für die Autobahn ist „Every Kingdom“ von Ben Howard. Das Album überzeugt einfach mit seiner emotionalen Stimme, den unaufgeregten, aber wirkungsvollen Arrangements und der schönen Atmosphäre zum Runterkommen.

CDstarts: Welche Wünsche oder Ziele verbindet ihr mit eurem aktuellen Album „Vor uns die Sinnflut“?

Berge: Wir wollen mit diesem Album berühren, wachrütteln und heilen. Wenn wir Menschen dazu inspirieren können, über Dinge anders nachzudenken, dann ist das für uns der größte Erfolg. Wir hoffen, dass wir ganz viel Spaß haben werden in der nächsten Zeit und so viele Menschen mit unserer Musik erreichen können, dass wir noch viele weitere Alben machen können.

CDstarts: Gab es bei den Aufnahmen des Albums Missgeschicke, kleine Wunder oder große Tragödien?

Berge: Es ist ein Wunder, dass es dieses Album überhaupt auf die Welt geschafft hat! Wir haben fünf Jahre lang daran gearbeitet und immer wieder Sachen verworfen und neu begonnen, bis wir den richtigen Weg gefunden haben. Die Entstehung dieses Album war für uns die intensivste Zeit in unserem Leben und Höhepunkt und Tiefpunkt zugleich. Umso mehr feiern wir, dass es jetzt endlich unter die Leute kommt.

CDstarts: Wie lautet die Geschichte hinter dem Plattencover?

Berge: Die Idee zu dem Plattencover kam irgendwie aus dem Bauch. Wir wollten die Schönheit und Fülle der Natur abbilden, aber auch zeigen, dass unsere Zukunft mit ihr in unseren Händen liegt. Für uns war das das perfekte Bild zum Titel „Vor uns die Sinnflut“.

CDstarts: Auf welchen Song dieses Albums seid ihr besonders stolz und warum?

Berge: Ehrlich gesagt sind wir auf alle Songs sehr stolz, für uns gibt es nicht so etwas wie einen Lückenfüller. Jedes Lied hat seine eigene ganz spezifische Message und bildet einen wichtigen Teil, um unser Album komplett zu machen. Hört’s euch an!

Bearbeitet von für CDstarts.de

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