Laith Al-Deen Interviews

  • 10.07.2016
Kurzinterview mitLaith Al-Deen
Artikel teilen:
Laith Al-Deen - News
Klicken für Großansicht

Kernthema Bewegung.

CDstarts: Welcher Film oder welches Buch hat dich im Leben am meisten inspiriert und wie lautet die Geschichte dahinter?

Laith Al-Deen: „Krieg der Sterne” (heute: „Eine neue Hoffnung“) habe ich 1977 mit fünf Jahren in den USA als meinen ersten Kinofilm gesehen. Abgesehen von zwei fast schlaflosen Wochen, weiß ich seitdem, dass die Macht mit uns ist.

CDstarts: Auf welchem Album eines anderen Künstlers hättest du gerne mitgespielt?

Laith Al-Deen: Auf „There´s No Place Like America Today“ von Curtis Mayfield. Feinster Soul, der mich immer wieder in die gleiche, großartige Stimmung versetzt und über die Jahre nichts von seiner Magie verliert.

CDstarts: Ist einer deiner Songs beim Publikum schon mal völlig anders angekommen, als du es erwartet hast? Welcher war es und was hat das mit dir gemacht?

Laith Al-Deen: Ich habe bei „1000 Tage“, in dem es um Missbrauch geht, öfters gesehen, wie sich Paare küssen. Der Song hat musikalisch gesehen schon das Potenzial einer Liebesballade, ist inhaltlich aber unmissverständlich. Ich fand das Verhalten unpassend, doch jeder erlebt ein Konzert anders.

CDstarts: Gab es schon mal einen Moment, in dem du die Musik am liebsten hingeworfen hättest? Wann war das und was hat dich motiviert, es doch nicht zu tun?

Laith Al-Deen: 2012-2013 im Zuge einer Lebenskrise in Form eines sogenannten Burn-outs. Während dieser Zeit habe ich mein ganzes Schaffen in Frage gestellt und letztendlich war es der offene Umgang mit meiner Problematik, die mich zum Weitermachen veranlasst hat. Dadurch kam die Musik zu mir zurück.

CDstarts: Was war der übelste Job den du gemacht hast, um über die Runden zu kommen?

Laith Al-Deen: Ich habe mal vier Wochen Plastikröhren geschreddert und musste dabei immer einen Metallstößel von 12 Kilo über den Kopf heben. Das war kein Spaß.

CDstarts: Für welchen Spleen wirfst du privat am meisten Geld aus dem Fenster?

Laith Al-Deen: Schuhe. Nicht die Menge zählt, sondern das Ausgefallene. Dadurch wird´s gerne mal etwas teurer.

CDstarts: Mit welcher bekannten Persönlichkeit würdest du gerne mal im Riesenrad stecken bleiben wollen und warum?

Laith Al-Deen: Mit Otto Waalkes stell ich mir das sehr interessant vor.

CDstarts: Welche Platte würdest du unbedingt als Pflichtkauf empfehlen und was ist das Besondere an ihr?

Laith Al-Deen: „Master Of Puppets“ von Metallica. Dieses Album ist aus meiner Sicht eine Jahrhundertscheibe.

CDstarts: Welche Wünsche oder Ziele verbindest du mit deinem neuen Album „Bleib unterwegs“?

Laith Al-Deen: Ich versuche Lebensveränderungen mit mehr Akzeptanz zu begegnen und weniger in Frage zu stellen. Klingt leicht, doch mir fällt das bisweilen ziemlich schwer.

CDstarts: Gab es bei den Aufnahmen des Albums Missgeschicke, kleine Wunder oder große Tragödien?

Laith Al-Deen: Für den Schaffenden ist jedes Album wie ein kleines Wunder. Selbst ohne Tragödien, die glücklicherweise nicht passiert sind.

CDstarts: Wie lautet die Geschichte hinter dem Plattencover von „Bleib unterwegs“?

Laith Al-Deen: Es beschreibt den Zustand des „unterwegs seins“ aus meiner Sicht wirklich gut. Die Schuhe ohne Inhalt stehen für das Vorangehen, der Schatten für die Dinge, die man zurücklässt und die Reflektion für Dinge, die dadurch zu einem kommen. Die dadurch resultierende Bewegung ist Kernthema der Platte.

CDstarts: Auf welchen Song auf „Bleib unterwegs“ bist du besonders stolz und warum?

Laith Al-Deen: Stolz bin ich auf alle, da es aus meiner Sicht keine geduldeten Titel auf der Scheibe gibt. Das Duett mit Cäthe „Nichts was es nicht gibt“ gehört aber derzeit zu meinen Lieblingen, weil es musikalisch aus dem Kontext fällt.

Bearbeitet von für CDstarts.de

comments powered by Disqus
Weitere Artikel