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Konzertberichte:
Beatsteaks - Live: Bremen, 26.05.2007, Pier 2
28.05.2007
Details
Nach nur wenigen Konzerten im Jahr 2006 stehen die Jungs nun wieder auf deutschen Bühnen und präsentieren die heißersehnte neue Scheibe "Limbo Messiah".
'' Externer Link Hurra, die Beatsteaks sind wieder da! Nach nur wenigen Konzerten im Jahr 2006 stehen die Jungs nun wieder auf deutschen Bühnen und präsentieren die heißersehnte neue Scheibe „Limbo Messiah“. Kannte die Berliner vor vier Jahren kaum jemand im Lande, geschweige denn im Ausland, gelten sie seit ihrem Durchbruchswerk „Smack Smash“ (2004) als Aushängeschild deutscher Punkrockmusik. Sie gewannen sogar bei den MTV Awards den Preis für den „Best German Act“. Ein fulminanter Aufstieg also, den die Band in den letzten Jahren erfuhr. Trotzdem: Nun war es aber auch mal wieder Zeit für eine ausgiebige Tour mit neuem Material für die hungrigen Fans!

Ein gemischtes Gefühl aus Spannung und Vorfreude machte sich im völlig ausverkauften Bremer „Pier 2“ breit: Hoffentlich würde es immer noch jene Magie auf Beatsteaks-Konzerten geben, die das Publikum auf der letzten Tour so begeisterte. Doch bevor wir dies beurteilen können, trat zunächst Jamie T auf, um die überwiegend jungen Besucher in Stimmung zu bringen. Die Band machte ihren Job nicht schlecht, überzeugte durch eine frisch klingende Mischung aus Indie-, Ska-, Rap- und Discoelementen und brachte sogar die vorderen Reihen zum Singen und Tanzen, was bei Vorbandauftritten ja eher seltener vorkommt.

'' Externer Link Wahre Jubelstürme entbrannten dann aber, als die Berliner die Bühne betraten und mit dem krachenden Opener „As I please“ keinen Zweifel mehr ließen: Die Beatsteaks haben in der Pause nichts von ihrer unbändigen Energie verloren; sie haben mehr als je zuvor! Die Halle fing an zu beben, denn bis in die letzten Reihen tanzte und feierte die Masse wild und ausgelassen. Die gefühlte Hallentemperatur stieg innerhalb von Sekunden ins Unermessliche. Es folgten einige „Smack Smash“-Hits wie „Monster“ und der 2004er-Chart-Dauerbrenner „I don’t care as long as you sing“, mit dem die erste kurze Verschnaufpause einsetzte. Was war in den letzten 15 Minuten geschehen? Viel Zeit zum Nachdenken darüber blieb nicht, denn Songs wie „Sharp cool and collected“ und „Loyal to none“ bedienten die Punkattitude der Beatsteaks in Perfektion und ließen das Publikum durch die Halle wandern bzw. eher fliegen.

'' Externer Link Nie machte es den Eindruck, als würden der charismatische Arnim Teutoburg-Weiß und seine Band nur gelangweilt ein Programm abspielen. Durch viele kleine Spielereien und Coverparts übernahmen sie sogar kurzzeitig die Rolle von Tobi und das BO mit dem Deutschrapsong „Türlich, türlich“ oder brüllten das wütende „Bullet in the head“ von Rage Against The Machine in die Mikros. Mittlerweile waren erste Ermüdungserscheinungen seitens der Fans durch die gewaltige Power der letzten Stunde erkennbar, die sich aber letztendlich doch nur als Krafttanken für den zweiten Startschuss des Konzerts herausstellen sollten: Die Halle explodierte ein weiteres Mal zu „Hand in hand“. Positiv wirkte besonders der Charme von Sänger Arnim, der durch seine Interaktion, seine gute Laune und seine Nähe zum Publikum dem Konzert das I-Tüpfelchen aufsetzte. Höhepunkt hierbei war sein spektakulärer Salto von einem Seitenpfeiler mit anschließendem Crowdsurfing – keine Selbstverständlichkeit mehr bei bekannteren Bands.

'' Externer Link Drei Zugaben beendeten die knapp 1¾-stündige Show, mit dabei natürlich „Let me in“, der erste Hit der Punkrocker. Durchweg zufriedene Gesichter verließen anschließend die Halle, denn sie hatten eine großartige Mischung aus Back-to-the-Roots-Punksongs der ersten Alben und den Ohrwürmern der neuen Generation erblickt. Kurz zuvor resümierte noch Frontmann Arnim, es ginge hier nicht um Charts, um MTV oder Sonstiges, es ginge genau um das hier. Und jeder wusste, was gemeint war.

Holger Busch für CDstarts.de

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