HammerFall Live: Ludwigsburg, 13.10.2007, Rockfabrik

  • 02.11.2007
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Hammerfall - Live: Ludwigsburg, 13.10.2007, Rockfabrik - News
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Man kann über Hammerfall denken was man will, live sind sie eine Macht.

Regel Nummer 1 der PR: Gibt es keinen Anlass ins Gespräch zu kommen, so schaffe dir eben selber einen. Ein gern genommenes Mittel um diesem Motto zu folgen sind Jubiläen aller Art. Da aber das 14jährige Bestehen von Hammerfall rein zahlentechnisch nicht viel hergibt, wich Nuclear Blast eben auf die 10jährige Zusammenarbeit mit den Schweden aus. Immerhin, eine Tour in kleineren, intimen Locations zu veranstalten ist eine nette Idee, so dass man der Einladung dorthin zu gehen gerne Folge leistete.

Noch vor dem Konzert stand eine kleine Pressekonferenz auf dem Programm, auf der es eine kleine Überraschung für Hammerfall gab. Als Dank für die letzten Jahre überreichte ein Nuclear-Blast-Mitarbeiter der Band ein formschönes Schild mit Logo. Die Band wusste zwar nicht so richtig wie sie sich freuen sollte, eine schöne Geste war es trotzdem. In der nachfolgenden Fragerunde fühlte man sich dann ein wenig wie in der Schule. Auf die Aufforderung hin doch jetzt die Fragen zu stellen herrschte erst einmal nur nervöses Schweigen, bis sich endlich drei Mutige (unter ihnen selbstverständlich auch der CDstarts.de Korrespondent) aufraffen konnten.

Die Antworten lieferten ausschließlich der sympathische Sänger Joacim und Gitarrist Oskar, die anderen drei Bandmitglieder schienen eher zu der ruhigen Sorte zu gehören. Die beiden sprachen über die schönsten Erlebnisse ihrer Karriere wie der ersten Goldplatte oder der ersten eigenen Headliner-Tour durch Europa. Es gab aber natürlich auch weniger erfreuliche Ereignisse in der Geschichte von Hammerfall. Besonders viel Pech hatten die Schweden mit ihren Tourmanagern, einer verschwand mitsamt der Bandkasse, ein anderer verunglückte tödlich. Mit Blick auf die Zukunft sagte Sänger Joacim: „Wisst ihr, eigentlich gibt es keine Ziele mehr, die wir noch erreichen wollen. Wir alle leben unseren Traum und führen unser Leben genauso, wie wir es wollen.“

Abends war es dann so weit, die Tore der Rockfabrik wurden auch für die allgemeine Öffentlichkeit geöffnet. In Minutenschnelle war die Halle bis auf den letzten Meter gefüllt. Unter den Fans waren alle möglichen Abstufungen zu finden. Hier die kleinen Mädchen mit beträchtlichem Lungenvolumen, die man eher bei Tokio Hotel erwarten würde, dort alte Männer mit langen grauen Haaren und Kutten voller Bandaufnäher. Bis zum Auftritt ihrer Helden musste sich die Meute allerdings noch ein wenig gedulden, als erstes standen Bloodbound auf dem Programm. Die sechs Jungs waren mit ihren vielen Anleihen an die klassische „New Wave Of British Heavy Metal“ zwar alles andere als originell, dem Publikum schien es allerdings zu gefallen.

Danach war es dann endlich Zeit für den Hauptgang, unter ohrenbetäubenden Jubelrufen betraten Hammerfall die Bühne. Man kann über die Musik der Band denken was man will, live sind sie eine Macht. Die Riffs saßen tight und Sänger Joacims Stimme war in äußerst gute Form. Überall wo man hinsah wurden Fäuste in die Höhe gestreckt und die mehr oder weniger vorhandene Matte im Takt geschüttelt. Die Setlist las sich wie die Rückseite der jüngst erschienen Best-Of-CD, sogar den einen oder anderen seltenen Song wie „Dragon Lies Bleeding“ gab es zu hören. Als einziger Kritikpunkt ist der nicht immer optimale Sound zu nennen, vor allem der Gesang war oft schwer zu verstehen. Den feiernden Hammerfall-Fans war das offensichtlich mehr als egal, die tickten völlig aus, als während der Zugabe auch noch Freibier verteilt wurde. Dann kann man nur noch „Prost“ sagen und für einen gelungenen Abend danken.

Setlist:

Child Of The Damned
The Metal Age
Bloodbound
Keep The Flame Burning
Let The Hammer Fall
Howlin’ With the Pac
Never, Ever
Natural High
At The End Of The Rainbow
Unforgiving Blade
Renegade
Riders Of The Storm
Heeding The Call
Glory To The Brave
Dragon Lies Bleeding
Last Man Standing
Hearts On Fire

für CDstarts.de

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