Bloc Party Live: Wuppertal, 22.10.2008, Rex-Theater

  • 01.11.2008
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Bloc Party - Live: Wuppertal, 22.10.2008, Rex-Theater - News
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Für dieses Bloc-Party-Konzert konnte man keine Karten kaufen. Nur gewinnen und Glück haben.

Die Konkurrenz im rheinisch-bergischen Kreis war recht groß. Am gleichen Tag spielte u.a. Amy MacDonald im Kölner Palladium und Hagen Rether in der Kölner Philharmonie. Für dieses Bloc-Party-Konzert konnte man jedoch keine Karten kaufen. Nur gewinnen und Glück haben.

Bloc Party füllten bereits vor einem Jahr das Kölner Palladium mit 4.000 Leuten. Heute kommen höchstens ein Zehntel in den Genuss diesem Konzertereignis beizuwohnen. Um 21.00 Uhr kommt „1live“-Moderator Ingo Schmoll auf die Bühne und heizt das Publikum mit seiner Ansage an. Doch eigentlich muss er das gar nicht. Denn die Stimmung ist sofort da, obwohl die beiden Eröffnungstracks auf dem bis dato noch nicht erschienenen Album „Intimacy“ (VÖ: 24.10.2008) zu finden sind und demnach unbekannt sind. Doch das stört niemanden.

Aus dem ursprünglichen Sitzplatzkonzert wird binnen weniger Sekunden ein Stehplatzkonzert. Und spätestens beim dritten und ersten bekannten Song wird aus dem Theater ein Hexenkessel. Leider lässt der Sound etwas zu wünschen übrig. So hört man den Gesang von Kele Okereke mehr schlecht als recht, was aber auch an meiner Position im Raum liegen kann. Die Stimmung bleibt so erstklassig, dass der als schüchtern geltende Sänger innerhalb des Konzertes mitsamt Mikro zweimal in die Menge wandert.

Nach einer knappen Stunde ist es erst mal vorbei. Doch Publikum und auch Bloc Party wollen mehr voneinander. Und so lässt sich die Band nicht lang bitten und tritt zur Zugabe an. Die beginnt mit „Ares“, dem Opener der neuen Platte. Doch danach gibt es mit „Positive Tension“, „Flux“ und „Helicopter“ wieder vertraute Songs zu hören. Danach verlassen Bloc Party erneut die Bühne und Ingo Schmoll hält die Abschiedslaudatio. Doch die Jungs scheinen so überwältigt vom Wuppertaler Publikum zu sein, dass sie erneut zurückkommen. Sie geben mit „Halo“ und „She’s hearing voices“ ein weiteres neues sowie ein bereits bekanntes Stück zum Besten, bevor sie dann die Bühne endgültig verlassen.

Das Konzert war nahe an der Perfektion. Lediglich kleinere Mängel im Sound, die der Autor aber schon mal im Rex-Theater erlebte, gibt es zu beanstanden. Trotzdem war das Konzert von allererster Güte und wird eines der Highlights im Jahr 2008 sein, denn sie haben dem Titel des neuen Albums „Intimacy“ alle Ehre gemacht. Bedanken möchte ich mich noch bei Michael Mohr für die perfekte Organisation.

Setlist:

One Month Off
Trojan Horse
Waiting For The 7.18
Price Of Gas
Song For Clay
Banquet
Signs
Talons
This Modern Love
Mercury
The Prayer
Like Eating Glass
Ares
Positive Tension
Flux
Helicopter
Halo
She's Hearing Voices

für CDstarts.de

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