30 Seconds To Mars Live: Düsseldorf, 06.03.2010, Phillipshalle

  • 12.03.2010
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30 Seconds To Mars - Live: Düsseldorf, 06.03.2010, Phillipshalle  - News
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Eine überwältigende Show mit Songs aus allen Alben.

Den Anfang sollten bereits um 19:20 Uhr – und damit 40 Minuten vor offiziellem Beginn – Lost Alone aus Großbritannien machen. In den Genuss des 30minütigen Sets kamen so leider nicht alle Zuschauer der ausverkauften Halle. Wirklich schade, denn zumindest die letzten beiden Songs zeigten durchaus Potential und die anwesende Menge zeigte sich deutlich begeistert.

Pünktlich um 20 Uhr gehörte die Bühne dem Street Drum Corps aus Los Angeles. Die Punk Rock Percussion Band zeigte, dass sie ihr Handwerk verstand. Ihre Show war gut inszeniert und durch den perfekten Einsatz diverser Lichteffekte eindrucksvoll in Szene gesetzt. Einzig der zeitweise deutlich übersteuerte Bass störte das Gesamtbild ein wenig. Besonders während der Drum Soli machte die Band ihrem Namen alle Ehre und zeigt, dass man auch mit reinen Schlagzeug und Percussion Momenten rocken und das Publikum begeistern kann. Die Aufgabe als Supportband ist hier in jedem Fall erfolgreich gemeistert worden und die inzwischen volle Phillipshalle zeigte sich bei bester Laune.

Nach einer viel zu langen Umbaupause (über 45 Minuten!) erklang endlich das von Street Drum Corps unterstützte Intro des wild umjubelten Headliners 30 Seconds To Mars, die nach Fall des Bühnenvorhangs im Blickfeld des Publikums erschienen. Frontmann Jared Leto schaffte es innerhalb weniger Minuten die begeisterte Masse völlig um den Finger gewickelt zu haben. Er wurde während der Show von einem textsicheren Fanchor unterstützt, dem er im Laufe des Konzerts immer wieder die Führung der Songs übergab. Schade nur, dass man so weniger von ihm selbst zu hören bekam.

Den Zuschauern sollte an diesem Abend eine überwältigende Show mit einer Mischung aus Songs des aktuellen Albums „This is War“ und alten Hits geboten werden. 30 Seconds To Mars präsentierten sich als exzellent eingespielte Band, die mühelos eine so große Bühne für sich einnehmen konnte. Besonders Sänger Jared schien dabei kaum still stehen zu können und nutzte die gesamte Bühnenbreite, um seinen Fans nahe sein zu können. Auch hier sei nochmals ein Lob an alle Techniker ausgesprochen, die die ganze Bühne den Songs entsprechend in Szene setzten und für exzellenten Sound sorgten. Zusätzlich zeigte die angebrachte Leinwand wahlweise entsprechende Musikvideos der Band oder die einzelnen Bandmitglieder dank einer der zahlreichen Livekameras an der Bühne.

Auch die Supportband Street Drum Corps wurde immer wieder Teil der Bühnenshow. Sie bereicherten diese als Statisten ausgestattet mit weißen Fahnen oder großen Taschenlampen. Einige Songs unterstützten sie zudem musikalisch mit Trommel- oder Percussionspiel.

Im Laufe des Konzerts zeigte sich Jared immer fanbetonter. Die Fans in der ersten Reihe wurden zum Aufrücken aufgefordert und auch die männlichen Fans der ersten Reihen wurden von ihm mit einem Moshpit bedacht. Den zuerst kritisierten Mittelgraben nutzte er während seiner Ausflüge ins Publikum schnell als zusätzliche Möglichkeit seinen Fans nahe sein zu können. Auch die rechte Tribüne durfte sich über einen ganz besonderen Moment freuen. Mit Akustikgitarre und Mikrofonständer bewaffnet, tauchte er während eines scheinbaren Breaks plötzlich an besagter Stelle auf, um die Fans zunächst nach ihren Musikwünschen zu fragen und schließlich „Hurricane“ in so für die Zuschauer dort sehr gemütlicher Atmosphäre zu präsentieren.

Auch die Zugabe „Kings and Queens“ hielt eine ganz besondere Überraschung bereit. Kaum wieder zurück auf der Bühne, forderte Leto die Fans auf, sich via Stage-Diving zu ihm an die Bühne zu begeben, denn bei diesem Song wolle er diese zu sich auf die Bühne holen. Nach erstem Zögern wanderten so gut 30 Fans über die Menge zur Bühne, um Teil des Finales zu werden. So endete nach gut 100 Minuten ein großartiges Konzert, das die Zuschauer so schnell nicht mehr vergessen würden.

Setlist:

  • Escape
  • Night of the Hunter
  • Attack
  • Vox Populi
  • From Yesterday
  • A Beautiful Lie
  • This Is War
  • 100 Suns
  • L490
  • Hurricane (akustisch)
  • Revenge (akustisch)
  • The Kill
  • Closer to the Edge
  • Search and Destroy
  • Buddha For Mary
  • The Fantasy
  • Kings and Queens

für CDstarts.de

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