Opeth Live: Essen, 01.04.2010, Lichtburg

  • 30.04.2010
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Opeth - Live: Essen, 01.04.2010, Lichtburg - News
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Das Geburtstagskonzert: 20 Jahre Opeth.

Opeth ist eine schwedische Metal-Band, die verschiedene Stile wie Death Metal, Progressive Metal und Progressive Rock miteinander verbindet. Einzigartig macht den Sound von Opeth jedoch die Einflüsse von Jazz und dass es sowohl sanfte Klänge und Gesang geben kann, wie auch harte Growls und harte Riffs sogar innerhalb eines Songs. Opeth-Songs haben nicht selten eine Spieldauer von über 10 Minuten.

Mit dieser nahezu einzigartigen Mischung erspielte sich Opeth in Deutschland eine große und vor allem treue Fanbase. Kein Wunder, dass das Konzert rasch ausverkauft war. Die Lichtburg ist ein denkmalgeschütztes Kino, welches den Saal mit den meisten Sitzplätzen (als Einzelkino) beherbergt. 1250 Zuschauer wollen sich Opeths Geburtstagsgala nicht entgehen lassen. Der Rahmen ist festlich. Der Saal gleicht eher einer Oper, als einem Kinosaal. Überzeugen von der grandiosen Optik kann man sich auf der Homepage der Lichtburg.

Aber funktioniert ein Metal-Konzert in so einer Kulisse? Sitzend? Niemand weiß das besser als ich, dass man auch sitzend headbangen kann. Im Internet geisterte das Gerücht, dass der Produzent der Opeths Steven Wilson (selbst Mastermind zahlreicher Bands und für die Szene eine Galionsfigur) als Support auftreten würde. Doch dieses Gerücht bestätigt sich (leider) nicht. So beginnt Opeth ohne Vorband ihr Set gegen halb neun. „The Leper Affinity“ und „Bleak“ stellen die Opener eines Konzertes für die Ewigkeit dar. Ein echter Hardcore-Fan muss es so empfinden. Perfekter Sound, gute Lichteffekte und nach rund 20 Minuten ist klar, dass Opeth ihr Erfolgsalbum und ihr bestes obendrein „Blackwater Park“ durchspielen. Und zwar in exakt der Reihenfolge. Und tatsächlich klappt ein Sitzkonzert bestens. Die meisten bleiben sitzen, nicht wenige halten ihre Augen sogar geschlossen. Und die, die nichts hält, stellen sich in die Gänge oder pirschen sich nach vorn. Jeder Besucher erhält den Raum, den er braucht. Eine großartige Mischung und Stimmung. Nachdem „Blackwater Park“ zu Ende gespielt ist, gehen alle zufrieden in eine Pause.

Nach der Pause wird es ein normales Konzert. Jetzt spricht Sänger Mikael Åkerfeldt mit dem Publikum, erzählt Geschichten und reißt Witze. Und auch in der zweiten Hälfte bleibt die Setlist ein Genuß. Mikael Åkerfeldt und seine Männer bieten aus jedem weiteren Opeth-Album mindestens ein Leckerbissen.

Dieses Konzert stellt eindrucksvoll unter Beweis, wie man seinen Fans Geschenke machen kann. Perfekte Location, perfekte Motivation, sehr gute Setlist und mit knapp drei Stunden Spielzeit eine gute Ausdauer. Aber man darf an Geburtstagen in der Regel ja was länger aufbleiben.

Setlist:

  • The Leper Affinity
  • Bleak
  • Harvest
  • The Drapery Falls
  • Dirge for November
  • The Funeral Portrait
  • Patterns in the Ivy
  • Blackwater Park
  • Forest of October
  • Advent
  • April Ethereal
  • The Moor
  • Wreath
  • Hope Leaves
  • Reverie/Harlequin Forest
  • The Lotus Eater

für CDstarts.de

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