Anathema Live: Berlin, 02.10.2010, C-Club

  • 08.10.2010
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Anathema - Live: Berlin, 02.10.2010, C-Club - News
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Jetzt sitzt alles. Fehlende Übungszeit wurde nachgeholt.

Es ist Zeit für einen Vergleich: dieselbe Band mit drei Monaten Abstand. Was ist gleich geblieben und was ist anders? Am 19.06.2010 waren Anathema im Kölner Luxor aufgetreten und hatten bei ihrem zweistündigen Konzert noch etwas Sand im Getriebe vorgewiesen, weil die neuen Songs zu dem Zeitpunkt noch nicht ausreichend eingeübt waren. Das sollte sich im Berliner C-Club am herbstlich kühlen Oktoberabend ändern, denn mittlerweile sitzen die neuen Songs von „We're Here Because We're Here“ und es ist kein qualitativer Unterschied zwischen alt und neu zu erkennen.

Die ersten Songs des Abends durften aber zwei Singer/Songwriter präsentieren, nämlich Petter Carlsen und Anneke van Giersbergen. Letztere dürfte allen eher aus dem Metalbereich bekannt sein, war sie doch die Stimme von The Gathering und hat auch letztes Jahr beim Devin Townsend Project mitgesungen. Typisch für den C-Club fing das Konzert früher an als verkündet, denn zum offiziellen Start um 21.00 Uhr war bereits Anneke auf der Bühne und Herr Carlsen längst in der Versenkung verschwunden - eine völlig unverständliche Clubpolitik. Die hübsche Blondine schmetterte einen Song nach dem anderen und war dabei entweder am Keyboard mit Klavierklang oder an der Akustikgitarre zu Gange, wobei sie auch akustische Versionen von The Gathering Songs präsentierte.

Der Hauptakt aus England betrat um 22.00 Uhr die Bühne, die ersten Songs erklangen noch übersteuert, aber der Tontechniker hat den Klang schnell in den Griff bekommen. Anathema spielten ihre Songs in dreier oder vierer Paketen, die jeweils von einem Album stammten. Das neue Album wurde dabei komplett vorgestellt, jedoch unterbrochen von Songpaketen aus „A Natural Disaster“, „Judgement“, „Alternative IV“ und „A Fine Day To Exit“. Eine schöne Idee, die ansonsten nur an einigen Stellen veränderte Setlist neu zu sortieren.

Vincent Cavanagh war leider nicht so humorvoll wie noch in Köln, dafür hat er stimmlich absolut überzeugt, denn mittlerweile strahlt er eine ungeheure Sicherheit beim Singen der anspruchsvolleren neuen Songs aus. Die Zugabe wurde, ähnlich wie in Köln, mit dem Soloauftritt von Danny Cavanagh und seinem gefühlvollen Song „Are You There?“ eingeläutet und nach fast zweieinhalb Stunden erklang zum Abschluss der absolute Klassiker „Fragile Dreams“. Anathema haben also alles richtig gemacht, sie haben die fehlende Übungszeit nachgeholt, sich einen geeigneten Club gesucht (jedenfalls in Berlin) und diesmal tatsächlich vollständig überzeugt.

Setlist:

  • Thin Air
  • Summernight Horizon
  • Dreaming Light
  • Everything
  • Balance
  • Closer
  • A Natural Disaster
  • Angels Walk Among Us
  • Presence
  • A Simple Mistake
  • Deep
  • Pitiless
  • Forgotten Hopes
  • Destiny Is Dead
  • Shroud Of False
  • Lost Control
  • Destiny
  • Empty
  • Panic
  • Temporary Peace
  • Flying
  • Get Off, Get Out
  • Universal
  • Hindsight
  • Are You There?
  • Parisienne Moonlight
  • One Last Goodbye
  • Fragile Dreams

für CDstarts.de

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