Wir Sind Helden Live: Köln, 01.11.2010, E-Werk

  • 20.11.2010
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Wir Sind Helden - Live: Köln, 01.11.2010, E-Werk - News
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Zwei mal 2.000 ergibt auch 4.000.

Das Quartett um Sängerin Judith Holofernes macht wieder mal in Köln Station. War es vor ein paar Jahren noch das Palladium, welches rund 4.000 Leute fasst, so beglückt man nun rund die Hälfte Menschen im kleineren E-Werk. Doch da dort zwei Gigs gespielt werden, kommt letzten Endes die gleiche Zuschauerzahl zusammen.

Zuerst gilt es Emma6, die Vorband des heutigen Abends, zu ertragen. Irgendwo zwischen Revolver und Silbermond, mehr Pop als Rock und mehr Mitklatsch-Melodien als gute Musik, kann man diese Band und Musik getrost als schon hundertmal gehört abgestempelt werden. Alle warten auf Wir Sind Helden und die lassen dann auch bis auf die übliche Umbaupause nicht lange bitten. Der Opener ist „Was uns beiden gehört“ aus dem aktuellen Album „Bring mich nach Hause“ und sorgt erstmal für mäßige Stimmung. Bei „Von hier an blind“ ist das Publikum dann jedoch voll da. Danach werden die Helden und ihre Songs ruhiger, bevor mit einem Intro aus „Forever young“, welches danach in „The Geek“ mündet wieder flotter wird.

Zu „Alles auf Anfang“ schnappt sich Jean-Michel Tourette das Akkordeon und spielt im Polka Rhythmisch und heizt damit die Stimmung an. Überhaupt ist die etwas andere Instrumentierung gegenüber der früheren Alben auch auf der Bühne spür- und sichtbar. Waren bei der letzten Tour noch Bläser mit an Bord, so gibt es bis auf einen Zweit-Bassisten nun die Helden pur. Auf der Zielgeraden erreicht die Stimmung im ausverkauften Saal mit „Aurélie“, „Guten Tag“ und vor allem „Denkmal“ ihren Höhepunkt. Hier grölt das ganze Publikum den Refrain genau wie im Videoclip rauf und runter.

Die Schlacht ist geschlagen und das Publikum geht nach knapp zwei Stunden und zwei Zugabenblöcken zufrieden nach Hause. Was auffällt ist, dass Wir Sind Helden gar nicht viel leisten, um das Publikum zufrieden zu stellen. Sie müssen das aber auch gar nicht. Vor allem durch ihre Authentizität und die gleichermaßen große Beliebtheit der Sängerin und Frontfrau Judith Holofernes bei männlichen und weiblichen Konzertgängern wird das Konzert zu einem schönen Erlebnis.

Setlist

  • Was uns beiden gehört
  • Von hier an blind
  • Alles
  • Echolot
  • Die Zeit heilt alle Wunder
  • Bring mich nach Hause
  • Du erkennst mich nicht wieder
  • The Geek (Shall Inherit) / Forever Young
  • Alles auf Anfang
  • Endlich ein Grund zur Panik
  • Rüssel an Schwanz
  • Aurélie
  • Alphamännchen
  • Guten Tag
  • Denkmal
  • Die Ballade von Wolfgang und Brigitte
  • Die Träume anderer Leute / Dreams are my reality
  • Müssen nur wollen
  • Im Auge des Sturms / Let The Sunshine In

für CDstarts.de

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