Amplifier Live: Berlin, 08.06.2011, Festsaal Kreuzberg

  • 15.06.2011
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Amplifier - Live: Berlin, 08.06.2011, Festsaal Kreuzberg - News
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Krach vom Feinsten.

Vor einigen Tagen noch als Support von Dredg unterwegs (siehe Konzertbericht), sind Amplifier nun als Headliner dabei ihr neuestes Album „The Octopus“ den Hörern live darzubieten. Im Grunde ist damit das wich-tigste gesagt, denn Punkt 22 Uhr erschienen die Jungs aus Manchester, also die drei Bandmitglieder Sel, Neil und Matt sowie als zusätzliche Unterstützung an der Gitarre Steve Durose von den nicht mehr existenten Oceansize und spielten munter die Songs des neuen Albums. Sie ließen sich dabei selbst von dauernd ausfallenden In-Ear Monitoren nicht aus der Ruhe bringen. Das wirkte zu Beginn mehr wie ein Soundcheck denn ein Konzert, war wahrscheinlich auch beides in einem. Die Verantwortlichen hatten einiges am Mischpult zu tun, haben das aber nach und nach auf die Reihe bekommen.

Amplifier machten ihrem Bandnamen alle Ehre – ein Krach vom Feinsten. Sehr faszinierend, vor allem wenn man die Gitarreneffekte auf der Bühne gesehen hat. Jeder hatte eine ungefähre Fläche von einem Quadratmeter nur mit den ganzen Gitarrenpedalen vor sich stehen, egal ob Gitarrist oder Bassist. Neil (Bass) war der größte Stimmungsmacher auf der Bühne, ist regelrecht wie ein Zäpfchen abgegangen und hat die Zuschauer immer wieder zum Klatschen animiert. Sel war deutlich zurückhaltender und mehr auf den reibungslosen Ablauf des Konzerts bedacht. Nach acht Songs und dem abschließenden „Trading Dark Matter On The Stock Exchange“, einem Song der noch vor der Wirtschaftskrise entstanden ist, war die Vorstellung des neuen Albums beendet. Die Zugabe brachte zur Freude der nicht ganz so zahlreich versammelten Meute einige Songs aus der Anfangszeit der Band, wobei das zweite Album „Insider“ völlig vernachlässigt wurde.

Optisches Highlight des Konzerts waren die Krawatten mit dem Oktopus-Symbol des neuen Albums, die alle Mitglieder der Band und der Crew getragen haben. An diesem Abend waren sie schwarz, an anderen auch rot. Es war ein solides zweistündiges Konzert, das aber nicht vollständig überzeugen konnte. Die Mikros waren nicht von der besten Sorte, wodurch der Gesang von Sel nicht auf dem Niveau des Albums war. Er war nur selektiv wahrzunehmen, sein Gesang zu stark von der Position zum Mikro abhängig. Das hat Ende Mai im holländischen Tilburg noch besser geklappt, siehe „Planet Of Insects“:

Als Vorband spielten übrigens Nihiling, die im Moment jede Möglichkeit nut-zen, um eine größere Hörerschaft für ihre Musik zu begeistern. Spielten sie noch vor einem Monat als Support von Long Distance Calling, waren sie nun wieder mit von der Partie und präsentierten ihr bald erscheinendes neues Album mit dem Namen „Egophagus“.

Setlist:

  • The Wave
  • Interglacial Spell
  • Planet Of Insects
  • The Octopus
  • Interstellar
  • The Emperor
  • Fall Of The Empire
  • Trading Dark Matter On The Stock Exchange
  • Continuum
  • Motorhead
  • UFOs
  • Airborne

für CDstarts.de

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