Sonata Arctica Live: Köln, 26.03.2011. Essigfabrik

  • 20.07.2011
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Sonata Arctica - Live: Köln, 26.03.2011. Essigfabrik - News
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1000 zufriedene Fans in der Essigfabrik.

Den Anfang an diesem Abend in einer Halle mit noch gemütlich verteiltem Publikum machen die Norweger von Triosphere. Gegründet 2004, können die Progressive/Symphonic Metal Rocker rund um Frontfrau Ida Haukland bereits mit 2 Studioalben glänzen. Diese wurden für den 30minütigen Gig in Auswahl durchaus überzeugend dargestellt. Abgesehen von miserablen Lichtverhältnissen, die die Band nicht gerade ins rechte Licht zu rücken wussten, präsentiert sich eine kreative Band. Vor allem Frontfrau Ida lässt gerade jene erstaunt zurück, die die Band noch nicht kannten. Sie überzeugt nicht nur mit ihrem Bassspiel, sondern auch mit hartem, tiefen Gesang, der immer wieder mehr an Shouts erinnert. Besonders zu erwähnen sind auch die beiden Songs „Watcher“ und „Trinity“, bei denen vor allem die Gitarrensoli besonderen Gefallen finden. Insgesamt bleibt das Publikum dabei allerdings ruhiger als man erwarten könnte, schafft es jedoch trotzdem gebührende Begeisterung für die Musiker zu zeigen.

So richtig warm ist das Publikum noch incht als die Musiker von Labyrinth aus Italien den Job als zweite Vorband des Abends aufnehmen. Die Band, die bereits seit 1991 besteht, kann sich auf große Gründungsmitglieder wie Fabio Lione (Rhapsody Of Fire) und Olaf Thorsen (Vision Divine) berufen, weshalb ein deutlicher Fanstamm im Publikum nicht unverständlich ist. Präsentiert wird typischerweise klassischer Power Metal und eine Band, die auch nach Jahren im Business nicht den Spaß verloren hat. Neben überzeugend präsentierter Musik kommt man so auch in den Genuss Musiker beobachten zu können, die wirklich mit Herz und Seele auf der Bühne stehen, ihr Handwerk beherrschen und sich den ein oder anderen Spaß mit Bandkollegen nicht kneifen können. So gute Laune auf der Bühne macht Spaß und sie schlägt vor allem auf das Publikum über, das von der Performance der Italiener durchaus angetan ist.

Kurz nach 22 Uhr ist es dann endlich soweit – der lang erwartete Hauptact Sonata Arctica kündigt sich mit Polka-Intro auf der Bühne an. Die Spielfreude von Tony Kakko (Gesang, Keys), Elias Viljanen (E-Git), Tommy Portimo (Drums), Henrik Klingenberg (Keys) und Marko Paasikoski (Bass) ist sofort greifbar und die Bühne, die auch endlich in adäquatem Licht erstrahlt, scheint förmlich energiegeladen. Ohne jegliche Zurückhaltung und Scheu wird auch direkt das Publikum durch Gestiken und Mitsingaufforderungen in die Songs eingebunden und so eine gewisse Nähe zwischen Musiker und Publikum geschaffen. Wildes Pogen bleibt zwar größtenteils aus, die Begeisterung der Menge ist allerdings nicht abzustreiten und ein erstes Zufriedenheitslevel schnell gefunden.

Die Musiker selbst verstecken sich dabei nicht hinter ihren Instrumenten sondern begeistern jeder für sich selbst mit diversen kleineren und größeren Soli, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen. Sänger Tony versüßt den Abend zusätzlich mit kleinen Anekdoten rund um die Band und sein Leben. Sein Mikrofonständer eignet sich außerdem ideal als Gitarrenplatzhalter, der für das ein oder andere Luftgitarrensolo herhalten muss. Sein Gesangstalent zeigt er dabei nicht nur in melodischem Sinne, sondern auch durch Vielfalt wie zum Beispiel eine kleine Rapnummer. Das Zusammenspiel der Musiker ist großartig, man merkt deutlich das hier die Harmonie stimmt und vor allem was man damit erreichen kann.

Musikalisch kommt man an diesem Abend natürlich auch voll auf seine Kosten. Mit ungefähr 90 Minuten Spielzeit ein relativ kurzer Auftritt, doch die Mischung der Setlist stellt durchaus eine gewisse Zufriedenheit der Fans ein. Der große Abschied mit ihrer Umdichtung des Volksliedes „Hava nagila“ auf „Vodka, we need some vodka“ sorgen sie schließlich noch für ein letztes Mal für Begeisterung und eine Gemeinschaftsaktivität ehe sie sich endgültig von der Bühne verabschieden. Zurück bleiben ca. 1000 zufriedene Fans, die gemeinsam mit ihren musikalischen Helden einen schönen Abend erleben durften. Schön war’s und man freut sich immer wieder das nächste Mal von diesen talentierten Künstlern hören zu dürfen!

Setlist:

  • Intro
  • Flag in the Ground
  • Last Amazing Grays
  • Juliet
  • Replica
  • Blank File
  • As If the World Would End
  • Paid in Full
  • Victoria's Secret
  • Instrumental Paté
  • The Misery
  • Full Moon
  • In Black & White
  • Caleb
  • Don't Say A Word
  • Vodka + Outro

für CDstarts.de

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