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Konzertberichte:
Coldplay - Live: Köln, 02.11.2011, E-Werk ( Coldplay) (Zum Interpreten)
12.11.2011
Details
Ein exklusives Radiokonzert für ausgewählte Gäste.
Coldplay sind dank ihres neuen Albums „Mylo Xyloto“ und ihrem einzigartigen und genreprägenden BritPop einmal mehr der Hit der Musikszene. Entsprechend groß war die Begeisterung über das von EinsLive veranstaltete Radiokonzert im Kölner E-Werk. Tickets dafür gab es nicht zu kaufen, man konnte sie lediglich auf diversen Radiosendern gewinnen. In 28 Länder waren die Übertragungsrechte für das Radio wie auch Fernsehen verkauft worden. 18 Länder übertrugen an diesem Abend live – eine nicht zu verachtende Leistung.

Natürlich war die Vorfreude der glücklichen Gewinner groß. Sie waren aus dem ganzen Land herbeigeeilt um Coldplay sehen und live hören zu können. Schon das Bühnenbild selbst war ein Kunstwerk für sich. Der große Bühnenhintergrund, ganz in Neonfarben gehalten, war ein kreatives Potpourri aus diversen Songtiteln der Band sowie einigen einfachen Symbolen. Auch die Boxen und das Klavier waren in gleichen Neonfarben gesprenkelt, so dass ein stimmiges Gesamtbild entstand.

Als kurz nach 21.00 Uhr die Titelmelodie des Films „Zurück in die Zukunft“ als Intro erschallte, war die Stimmung im Publikum bereits großartig. Coldplay selbst zeigten sich bei bester Laune und präsentierten sich in einem Niveau, wie man es von einer so großen Band erwarten kann und darf. Jeder Ton saß, das Zusammenspiel der Musiker war absolut harmonisch und auch die Integration des Publikums funktionierte bestens. Die Textsicherheit der Fans war eindeutig vorhanden, so dass der Gesang Chris Martins von einem starken Fanchor unterlegt wurde, dem er gelegentlich auch komplett die Gesangsparts überließ.

Die Setlist erwies sich als unglaublich abwechslungsreich. Natürlich durfte ein Fokus auf das neue Album nicht fehlen, doch die größten Hits der Band wurden dem Publikum natürlich nicht vorenthalten. Zudem war die Mischung der Songs schlicht und ergreifend ausgewogen. Schnellere Nummern gaben Balladen die Hand, Chris‘ Gitarrenspiel ging fließend in Stücke am Klavier über – Coldplay schafften es einfach ein begeisterndes Stimmungsniveau aufzubauen, das selbst durch die Balladen nicht abzuschwächen war. Es wurde gerockt, getanzt und geträumt in einem kaum fühlbaren Übergang, der eindeutig den kleinen aber feinen Unterschied zwischen „normalen“ und Überragenden Musikern darstellt und bestätigt, dass Coldplay definitiv in der oberen Liga des Musik-Business spielen.

Nicht nur das Spiel der Musiker war perfekt, auch die optische Untermalung war dem Niveau der Band absolut würdig. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Lichteffekten, Farben und Lasereffekten sorgte für die optimale Untermalung und zusätzlichen Ausdruck der jeweiligen Stimmung des gerade gespielten Songs. Auch die Abmischung der Songs war perfekt. Keine Übersteuerungen, keine kleinen Macken wie man sie leider so oft findet. Alles klang harmonisch, ausgewogen und auf einem Niveau, das andere Bands erst noch erreichen müssen.

Nach exakt 60 Minuten und einer Zugabe war das Spektakel vorbei. Zurück blieben begeisterte Fans und die Nachwehen eines soliden Konzerts in dem den Besuchern genau das geboten worden wurde, was man von einer Megaband wie Coldplay erwarten durfte: Perfektion auf allen Ebenen und damit nicht nur ein Konzert, sondern ein Erlebnis für alle Sinne!

Setlist:

  • Mylo Xyloto
  • Hurts Like Heaven
  • Yellow
  • In My Place
  • Major Minus
  • The Scientist
  • Violet Hill
  • God Put A Smile Upon Your Face
  • Paradise
  • Up In Flames
  • Viva La Vida
  • Charlie Brown
  • Life Is For Living
  • Clocks
  • Fix You
  • Every Teardrop Is A Waterfall


Stephanie Wunderl für CDstarts.de

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