Sum 41 Live: Köln, 23.07.2012, Live Music Hall

  • 28.07.2012
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Sum 41 - Live: Köln, 23.07.2012, Live Music Hall - News
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Kochende Temperaturen und eine großartig aufspielende Band.

Der Ruf als hervorragende Liveband eilt den Punkrockern von Sum 41 trotz eigener Dementi weiterhin voraus. Und in der Tat, ein solches Spektakel hat man vor der Live Music Hall nur selten gesehen. Eine 250 Meter lange Menschenschlange mag nach nicht viel klingen, in dieser Location bedeutet dies allerdings „ausverkauftes Haus“. Dass zusätzlich noch viele Fans ohne Ticket ihr Glück versuchten, eine der begehrten Karten zu ergattern, spricht ebenfalls für die Band.

Die Eröffnung des Abends oblag allerdings zunächst den Straßburger Punkrockern Plus Guest, die von einem Publikum in Empfang genommen wurden, dass trotz hoher Temperaturen bei bester Laune war. Die Energie der Musiker selbst entfachte das Publikum schließlich völlig, so dass schon die Vorband begeistert gefeiert wurde. Plus Guest wussten dabei sowohl musikalisch wie auch in ihrer Performance auf ganzer Linie zu überzeugen. Vor allem Sänger Julien Louis Paul begeisterte dabei mit mehr als sportlichen Einlagen, für die er auch immer wieder gerne von der Bühne in den Graben sprang um auf den Wellenbrecher zu klettern oder auch Monitorboxen umfunktionierte. Gut 35 Minuten durften sich die Fans von diesem Spektakel begeistern lassen ehe ihnen vor dem Auftritt des Hauptacts Sum 41 eine erste Verschnaufpause zugestanden wurde.

Dieser Moment war auch durchaus nötig, denn die Temperaturen in der Halle kochten nicht nur aufgrund des traumhaften Wetters. Doch so wirklich abhalten ließen sich die Fans von diesen Temperaturen nicht. Stattdessen forderten sie lautstark den Auftritt der Band ein, der schließlich mit der Einspielung von „TNT“ (AC/DC) begann. Augenblicklich schien kein Halten mehr in der Halle zu sein. Stattdessen stand wilde Begeisterung auf dem Programm. Es wurde gesprungen, mitgesungen und gepogt (allein die ersten ca. 15 Reihen bestanden teilweise aus einem einzigen Mosh Pit) was das Zeug hielt, so dass die Temperaturen schnell vergessen schienen. Wurde es dem ein oder anderen doch zu viel, war schnell einer der Securities zur Stelle. Großen Respekt in diesem Sinne auch an die Herren und Damen der Security, die unermüdlich im Graben Crodwsufer entgegen nahmen und in Kreislaufschwachen Situationen so schnell reagierten, dass das Konzert ohne Schrecken verlaufen konnte.

Großartiges geschah allerdings auch auf der Bühne, denn die Musiker von Sum 41 strotzen förmlich vor Energie. Diese begeisternde Ausstrahlung ist es wahrscheinlich, die ihnen neben ihrer überzeugenden Live Performance den Ruf als eine der besten Livebands weltweit eingebracht hat. Allein schon die gesamte Atmosphäre zu beobachten macht einfach nur Spaß. Dabei ist es egal, ob man die Interaktion zwischen Band und Publikum im Auge hat oder das Zusammenspiel der Band selbst.

Die Tatsache, dass an diesem Abend Schlagzeuger Steve seinen Geburtstag feierte, hielt zudem schon zu Konzertbeginn eine besondere Überraschung für die Fans bereit. Frontmann Deryck wählte fünf Fans in der Menge aus, die auf die Bühne geholt wurden, um zunächst dem Bandkollegen zu gratulieren. Anschließend durften sie das gesamte Konzert am Bühnenrand verbringen. Bestimmt ein unvergessliches Erlebnis!

Deryck (Gesang, Gitarre), Cone (Bass), Steve (Schlagzeug) und Tom (Gitarre) legten sich insgesamt sehr ins Zeug und bewiesen dabei vor allem auch ihr künstlerisches Talent mit jedem Song aufs Neue. Zudem überzeugten sie mit Spielfreude, Bühnenpräsenz und Ausstrahlung.

So schien der gut 90 Minütige Auftritt wie im Flug zu vergehen, bei der die Playlist ideal abgestimmt zu einem harmonischen Ganzen verschmolz und vor allem die Stärken der Band völlig ausspielte. Den Abschluss des Abends leitete schließlich das Queen-Cover „We Will Rock You“ ein, ehe mit „My Direction“ und „Pain For Pleasure“ das große Finale gefeiert wurde. So ging ein großartiger Konzertabend zu Ende, bei dem sich Sum 41 als starke Liveband bestätigten.

Setlist:

  • Reason To Believe
  • Mr. Amsterdam
  • Motivation
  • We're All to Blame
  • In Too Deep
  • Walking Disaster
  • Rythms
  • Screaming Bloody Murder
  • Skumfuk
  • No Reason
  • Makes No Difference
  • Hyper-Insomnia-Para-Condrioid
  • Holy Image Of Lies
  • Sick of Everyone
  • No Brains
  • Over My Head (Better Off Dead)
  • The Hell Song
  • Still Waiting
  • Fat Lip
  • We Will Rock You
  • My Direction
  • Pain for Pleasure

für CDstarts.de

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