Feuertal Festival Wuppertal, Tag 2 (26.08.2012)

  • 30.08.2012
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Feuertal Festival Wuppertal, Tag 2 (26.08.2012) - News
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Es ist die Nacht, die uns gerufen hat!

Der zweite Tag des Feuertal Festivals sollte ebenfalls ein großartiges, im Vergleich zum Vortag deutlich rockigeres Line-up mit sich bringen. Petrus war an diesem Tag allerdings scheinbar weniger gnädig gestimmt. Wo am Tag zuvor noch die Musik die Sonne hervor gezaubert hatte, schien nun keine Chance gegen die dicken Regenwolken zu bestehen.

Natürlich oblag auch an diesem Tag die Moderation erneut Eric Fish, der die Künstler mit weiteren Songs ankündigte und dabei hin und wieder verlauten ließ, wenn er die Musik der Bands selbst privat gern hörte.

Den Anfang des verregneten Tags durften die Alternative-Rocker von Schock machen. Die Formation rund um Frontmann Michael Schock konnte sich leider nur über mäßig gefülltes Publikum freuen, da sich die meisten Festivalbesucher noch vor dem Wetter zu verstecken schienen. Die düsteren Klänge schafften es durchaus im Verlauf der 30-minütigen Show die Reihen ein wenig mehr zu füllen, ließen dabei aber noch genug Platz für einige Begeisterte trotz Matsch ausgiebig zu pogen.

Mit der britischen Formation Lahannya, benannt nach Frontfrau Lahannya, verlegte sich der musikalische Kurs in Richtung klassischen Gothic Metals mit Electro-Einflüssen. Schade nur dass die Künstler keinen wirklichen Bezug zum Publikum aufbauen konnten und so eher zu mäßiger Begeisterung des Publikums führten. Entsprechend entwickelte sich das Set nicht nur ein wenig lieblos sondern leider auch langatmig.

Lacrimas Profundere dagegen verzaubert das inzwischen deutlich zahlreichere Publikum schließlich mit ihrer melancholischen Art durchaus mehr. Nachteil an diesen düsteren, gefühlvollen Klängen ist allerdings immer wieder eine gewisse Schwere, die sich auf Festivals aufbaut und die Stimmung gewaltig sinken lässt. Dies ist leider auch in diesem Fall leider an der Tagesordnung.

Erste Stimmung kommt schließlich dank Faun wieder auf. Damit standen nun erstmals an diesem Tag auch mittelalterliche Klänge auf der Tagesordnung, die zugleich in Traumwelten einluden wie auch mitrissen. Dass sich während des Auftritts der Musiker der wahrscheinlich heftigste Wolkenbruch des Tages ereignete, schien der Stimmung erstmals keinen wirklichen Abbruch zu geben.

Langersehnter Höhepunkt des Festivaltags stellten schließlich ASP dar. Schon im Verlauf des Tags war immer wieder deutlich geworden, dass viele der Besucher eigentlich nur ihm entgegensehnten. Allein ein Blick auf die aufgebaute Pyrotechnik ließ eine große Show erwarten – Erwartungen die im Laufe der gut 90-minütigen Show nicht enttäuscht wurden. Festivaltypisch bot auch ASP dem Publikum eine ausgewogene Mischung seiner Karriere, die er mit kleinen, charmanten Ansagen würzte. So kamen nicht nur eingefleischte Fans des Musikers ganz auf ihre Kosten.

Natürlich waren ASP an diesem Abend nicht nur ein musikalisches Erlebnis, auch optisch wurde reichlich geboten. Schaumkanonen für den Schnee-Effekt, Feuerwerk, lodernde Flammen – an nichts wurde gespart um diesen Abend rundum unvergesslich zu machen. Begeisternd ist dabei auch immer wieder ASPs natürlicher Charme, mit dem er die Zuschauer ganz für sich einnahm.

So nahm das Feuertal schließlich für dieses Jahr sein Ende, natürlich nicht ohne bereits Vorfreude auf das große Jubiläum im nächsten Jahr zu schaffen. Natürlich will man für das 10 Jährige groß auftrumpfen und lockt deshalb bereits mit begeisterndem Line Up: Vermaledeyt, Coppelius, Fiddler´s Green, Letzte Instanz, Saltatio Mortis, Unzucht, Nachtgeschrei, Stahlmann, Mono Inc. und Subway to Sally. In diesem Sinne: „Es ist die Nacht, die uns gerufen hat ins Feuertal. Die uns Musik und Tanz versprochen hat im Feuertal“!

für CDstarts.de

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