Tom Beck Live: Köln, 06.10.2012, Live Music Hall

  • 09.10.2012
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Tom Beck - Live: Köln, 06.10.2012, Live Music Hall - News
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Feier zur Veröffentlichung des „Americanized“-Albums.

Zur Feier der Veröffentlichung seines neuen Albums „Americanized“ (05.10.12) lud Alarm für Cobra 11-Schauspieler und Sänger Tom Beck zum Live-Debüt seiner neuen Songs in die Live Music Hall in Köln ein. Unterstützt wurde er dabei von Maddy und Lauter Leben.

Die 17-Jährige Madeline Obrigewitsch, kurz Maddy oder auch Madeline Juno, aus Offenburg eröffnete den Abend. Ihre Songs, die aus eigener Feder stammen, betitelte sie selbst als Musik für Menschen mit Liebeskummer und das trifft es auch durchaus auf den Punkt. In rein akustischem Gewand mit Gitarre vorgetragen, präsentierten sich die Lieder filigran und voller Herzschmerz in sowohl deutscher als auch englischer Sprache. Dabei zeigte die junge Dame aus Baden-Württemberg nicht nur Talent, sondern auch Beständigkeit und Mut. Während des knapp 30-minütigen Sets passierte ihr immer wieder das, wovor sich jeder Musiker fürchtet – sie vergaß den Text. Doch statt sich ganz aus der Ruhe bringen zu lassen, kompensierte sie ihren Frust mit kurzen Flüchen und zog ihr Programm durch. Auch wenn ihre ruhige Setlist nicht gerade Potential zeigte, das Publikum aufzuwärmen, schaffte sie es dennoch, zu gefallen und ihr Talent unter Beweis zu stellen.

Weiter ging es mit den Berliner Rockmusikern von Lauter Leben. Dem Genre getreu legten die Musiker rund um Frontmann Nico Rebscher richtig los und überzeugten das Publikum beinahe augenblicklich mit ihrem Charme und Talent. Ihre Songtexte sind in deutscher Sprache verfasst, so dass man sich des Vergleichs zu anderen Kollegen der aktuellen deutschsprachigen Rockszene nur schwer verwehren konnte. Beachtliche Support-Erfahrung können die Künstler dabei schon vorlegen, denn sie begleiteten unter anderem bereits Silbermond, Die Fantastischen Vier, Luxuslärm und Status Quo. Während ihres gut 35-minütigen Auftritts präsentierten sich Lauter Leben nicht nur als geborene Entertainer, sondern vor allem auch charmant und abwechslungsreich. Dass sie nicht nur Stimmung sondern auch Gänsehaut und Gefühl schaffen können, bewiesen sie mit kurzem Akustikset, das die Begeisterung des Publikums positiverweise nicht bremste, sondern zur Zufriedenheit der Zuschauer beitrug. Auch wenn die Soundabmischung nicht immer ganz auf der Seite der Künstler stand, bescherten sie den Fans in der Live Music Hall einen gelungenen Auftritt, der zu idealem Stimmungsniveau für Tom Beck selbst führte.

So war es schließlich Zeit, dem Hauptact die Bühne zu übergeben. Tom Beck und seine Band zeigten sich von der ersten Minute an bei bester Laune. Unter lautem Gekreische wurde man sich dabei sehr schnell der großen Altersspanne im Publikum bewusst, was dem Künstler selbst auch durchaus ein Schmunzeln abrang und ihn nicht zuletzt zu der Frage, ob die Damen schon mindestens 18 wären, veranlasste. Tom, der im vergangenen Jahr mit „Superficial Animal“ sein musikalisches Debüt feierte, hatte es sich an diesem Abend zum Ziel gemacht, sein neues Album „Americanized“ vorzustellen. Entsprechend hatten es alle 12 Songs des Albums - „Ain't Got You“ sogar zweimal - auf die mit 24 Songs sehr umfassende Setlist geschafft. Der Rest setzte sich aus Titeln des Debüts und bisher unveröffentlichten Tracks zusammen. Insgesamt präsentierte sich der Musiker unglaublich abwechslungsreich und bewies, dass er nicht nur die Rolle des Mädchenschwarms perfekt erfüllte, sondern auch musikalisch einiges auf dem Kasten hat. So stellte er neben Gesang und dem Spiel auf der Akustikgitarre auch sein Talent an Klavier und Schlagzeug unter Beweis. Und auch in Sachen Genre schien sich Tom nicht ganz eingrenzen lassen zu wollen und bestach mit einer musikalischen Bandbreite zwischen Rock, Pop und Country. Dabei zeigten sich sowohl er als auch seine Band mit überzeugender Bühnenpräsenz und harmonischem Zusammenspiel, das durchaus Zeit für das eine oder andere Späßchen unter den Musikern ließ.

Auch die Fans schafften es an diesem Abend, immer wieder für Überraschungen zu sorgen. Für eine Mischung aus Schmunzeln und hochgezogener Augenbraue sorgten zunächst diverse Wurfgeschosse, die zu den Musikern auf die Bühne flogen. Ein Plüschtier schien dabei noch verständlich, doch Socken, altes Brot und ein Unterhemd? Weitaus positiver fiel dagegen die Frage nach der Herkunft des Publikums aus, denn es stellte sich heraus, dass einige den weiten Weg aus Frankreich, Portugal, Tschechien, Österreich und Spanien für diesen Abend auf sich genommen hatten. Positiv waren außerdem die Gesangsqualitäten der Fans, die Tom durchaus zu fordern wusste.

Einzig gelegentliche technische Probleme mit seiner Gitarre fielen an diesem Abend negativ auf, denn sonst ließ sich weder in Licht, Ton oder Performance etwas bemängeln. So verflog der knapp zweistündige Auftritt fast wie im Flug. Tom und seine Band schafften es dabei, von ihrem Talent und natürlich Tom's neuem Album zu überzeugen.

Setlist:

  • Barenaked Ladies
  • Life's Too Short
  • Perfect Day
  • Macho Man
  • Sit Tight Here With Me
  • Going With The Flow
  • Sexy
  • Almost You
  • Pretty Things
  • Don't Use A Cowboy
  • What Part Of Forever
  • Love You With My Eyes Closed
  • Nice Guys Finish Last
  • Carry On
  • Ain't Got You
  • Dead Yet
  • Whiskey & Wine
  • Can't Turn Off Love
  • When You Go
  • Ain't Got You
  • Go My Way
  • Drive My Car
  • Useless
  • Holding Hands When We Die

für CDstarts.de

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