Lucy Rose Live: Köln, 08.03.2013, Luxor

  • 20.03.2013
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Lucy Rose - Live: Köln, 08.03.2013, Luxor - News
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Die junge Newcomerin live in der Domstadt.

Lucy Rose gehört zu den jungen Newcomern, die mit frischem Songwriter-Pop langsam aus ihrer Heimat Großbritannien zu uns herüber schwappen und mit ihren leichten Melodien mühelos für Aufmerksamkeit sorgen. Ihr Debüt-Album „Like I Used To“ erschien im Januar in Deutschland und schon seine Entstehungsgeschichte kündigt eine einzigartige Musikerin an. Statt ein Studio aufzusuchen, beschloss die junge Künstlerin nämlich, die gesamten Tonspuren in ihrem Elternhaus in Warwickshire aufzunehmen. Nein, auch nicht im heimischen Studio, sondern dort, wo gerade Platz war und man sich wohl fühlte: vor dem Kamin, auf dem Flur oder im Bombenkeller.

Peter & Kerry übernahmen allerdings zunächst die Rolle des Supports und eröffneten damit den Konzertabend. Das Duo, das sich aus zwei befreundeten Solokünstlern zusammengefunden hat, hatte im Juli 2012 sein Debütalbum „La Trimouille“ veröffentlicht. Nur 30 Minuten standen den Beiden zur Verfügung, um sich den Gefallen des Publikums zu erspielen. Mit zartem Songwriter-Pop trafen sie dabei genau dessen Nerv, was zu entsprechendem Erfolg führte. Schlichte Instrumentierung nur mit Gitarre und Synthesizern wob einen eindrucksvollen Klangteppich, über dem die Harmonien ihres Gesangs ideal schwebten. Damit bewiesen sie auch, dass es weder große Instrumentierung noch großes Line Up braucht, um tiefgreifende Musik zu schaffen. Schade nur, dass aufgrund des knappen Zeitplans lediglich fünf Songs gehört werden konnten. Ihre Herzlichkeit und die Emotionen in den Liedern selbst hätten durchaus noch den Wunsch nach mehr geweckt.

Die kurze Umbaupause gab zunächst den Blick auf ein etwas skurriles Möbelstück frei, das Lucy später im Verlauf der Show als ihr „Raumschiff“ deklarierte. Dank dieser Konstruktion, bestehend aus Kisten, Teppich und einem Hocker, erreichte die Sängerin ohne Probleme eine bequeme Sitzhöhe, aus der auch die hinteren Reihen mühelos einen guten Blick auf sie erhaschen konnten. Zunächst allein, später mit Band, verzauberte die Engländerin schließlich das Publikum völlig mit ihren Melodien. Die Schönheit ihrer Musik, die schon auf dem Album deutlich wird, erblühte live endgültig. Es war die Schlichtheit und doch die Tiefe, in der jede Emotion deutlich wurde, greifbar, und vor allem der Spaß, den die Künstlerin und ihre Band an der Musik haben. Ihr Zusammenspiel untereinander zu beobachten war absolute Freude und die daraus entstehende Energie schlug mühelos auf das Publikum über.

Auch mit den Zuschauern nahm Lucy sowohl zwischen ihren Songs wie auch während ihrer Songs immer wieder das Gespräch auf. So erkannte sie nicht nur Fans von vergangenen Shows wieder, sondern erfreute sich auch an einer jungen Dame (um die 10-12 Jahre alt) in der ersten Reihe. Mitsingen und Mitklatschen wurden ebenfalls gefordert, so dass Musiker und Publikum in aktiven Einklang verfielen. Für „First“ wurden schließlich auch Peter & Kerry zurück auf die Bühne geholt, die die bestehenden Gesangsharmonien noch zusätzlich erweiterten und damit für ein beeindruckendes Bild sorgten.

Lucy Rose bestätigte das positive Bild ihrer Person, dessen Zeuge man schon beim Hören des Debütalbums wurde, auch live mühelos. Ihre herzliche, unbeschwerte Art dem Publikum gegenüber spiegelte die Natürlichkeit, die auch in ihren Liedern liegt. Ihr musikalisches Talent, die Freude an der Musik und die in ihren Songs greifbaren Emotionen jeglicher Art sorgten für ein begeistertes Publikum und a rundum gelungenen Konzertabend.

Setlist:

  • Gamble
  • Place
  • Watch Over
  • Lines
  • Night Bus
  • Intro/ Like That
  • Middle Of The Bed
  • All I've Got
  • First
  • Sheffield
  • Red Face
  • Bikes
  • Shiver
  • Don't You Worry

für CDstarts.de

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