Orochi - Live: Köln, 10.03.2013, MTC

  • 22.03.2013
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Orochi - Live: Köln, 10.03.2013, MTC - News
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Die Schönheit, die in der Musik Orochis liegt, wurde auch im Live-Gewand deutlich.

Die Gewinner des ersten Râmen x JaMe Bandcontests, Orochi, luden zum Konzert im Kölner MTC. Die Musiker beschreiben ihren Stil selbst als Samurai Rock, was sich sowohl in ihrer Kleidung, wie auch in der Nutzung klassischer japanischer Instrumente niederschlägt. Auch der eine oder andere Schwertkampf auf der Bühne ist dabei nicht selten, was ebenso zu den Markenzeichen der Band gehört, wie Ushiwakas Drachenflöte.

Traurigerweise versammelten sich nur um die 50 Fans an diesem Sonntagabend, um gemeinsam mit den Musikern dieses Konzert zu erleben. Schon im Vorfeld stimmten sich deshalb die Fans ganz besonders ein und zeigten damit gleichzeitig die positiven Seiten der Genre-Begeisterten. Ziel für dieses Publikum ist es nicht nur, das größtmögliche Konzerterlebnis zu erfahren, sondern Teil des Ganzen zu werden und dadurch mit eigener Energie und Begeisterung für die Musik der Künstler und natürlich auch für die Künstler selbst, eine Show auch für die Musiker unvergesslich zu machen. Sind wie in diesem Fall die Konzerte nicht ausverkauft, legen sich die Fans umso mehr ins Zeug, um auch mit geringerer Masse diese positive Energie zu beschwören. Eben genau das gelang den Zuschauern an diesem Abend definitiv erfolgreich. Die Begeisterung, mit der die versammelten Fans mit dem Set der Musiker mitgingen, ließ schnell vergessen, dass man nicht in ausverkaufter Halle stand, sondern ein beschauliches Konzert besuchte.

Dieser Energie standen die Musiker selbst natürlich in keiner Weise nach. Ushiwaka (Gesang), Yukimura (Gitarre, nun Lyo für Xrista), Shin (Bass) sowie die beiden Supportmusiker Taiji (Schlagzeug) und Tetsu (Gitarre) gaben ebenfalls alles. Ihr Zusammenspiel sowohl untereinander wie auch mit den Fans stach sofort ins Auge, der Spaß, den diese Musiker auf der Bühne hatten, war unverkennbar. Auch technisch begeisterten die Künstler auf ganzer Linie. Diverse Soli sorgten immer wieder für kleine Showstopper und Ushiwakas Drachenflötenspiel für ganz besondere Effekte.

Insgesamt war Orochi ein überragendes Beispiel dafür, was den J-Rock eigentlich ausmacht, ihn aus der breiten Welt der Rockmusik hervorhebt und so einzigartig macht. Die musikalische Mischung aus harten Gitarrensounds, packenden Melodien, variabler Gesangsstimme und der Würze von klassischen japanischen Elementen war nicht nur überzeugend, sondern ergriff den Hörer und sorgte für die nötige Portion gute Laune, Spaß und Freude an der Musik. Ihr Styling war nicht nur stimmig, sondern unter anderem durch Masken und Haarschmuck detailreich, so dass auch die visuelle Komponente voll und ganz ausgespielt wurde und damit gleichzeitig auch den starken Kontrast zu westlicher Rockmusik erneut deutlich machte. Die klare Rollenverteilung innerhalb der Band - der coole Frauenschwarm, der Spaßvogel und die androgyne Schönheit - unterstrich die visuelle Komponente des Genres und setzte damit ein letztes i-Tüpfelchen auf die gesamte Darbietung der Künstler.

So war der Abend selbst ein überdeutliches Beispiel für die positiven und schönen Seiten dieses Musikgenres, seiner Fans und natürlich vor allem seiner Musiker. Die Schönheit, die in der Musik Orochis liegt, wurde im Live-Gewand augenblicklich deutlich. Das Talent der Musiker, ihre Bühnenpräsenz und der Spaß, den sie selbst an und mit ihrer Musik leben, waren dabei schlichtweg greifbar. Die Energie und Freude der Fans rundete das Gesamtbild ideal ab und machte den Abend so zu einem Erlebnis für sich.

Setlist:

  • yayoi
  • hyakka ryoran
  • Princess Kiyo
  • konohanasakuyahime
  • kobushi
  • akikaze
  • yunagi
  • sakura
  • Gag
  • Hannya -Invisible Demon
  • Kasuga -Sunlight
  • Demon Slayer
  • tennyo
  • tenkujyou
  • tenchi ranbu
  • zacro
  • phoenix
  • Sun of Empire

für CDstarts.de

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