Eric Fish & Friends - Live: Köln, 26.04.2013 Kulturkirche

  • 02.05.2013
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Eric Fish & Friends - Live: Köln, 26.04.2013 Kulturkirche - News
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Auch akustische Sets können ganz gehörig rocken!

Mit neuem Album im Gepäck bereist Subway To Sally-Frontmann Eric Fish derzeit mit seinem Soloprojekt Eric Fish & Friends die Bühnen des Landes. Ruhig geht es dabei zu, denn die Songs kleiden sich alle in schlichtes Akustikgewand und beweisen damit, dass es nicht immer Elektronik braucht, um gute Musik zu machen. „Kaskade“ heißt das jüngst erschienene Werk, das Anlass zur Tour bietet. Passend gewählt ist eine Kaskade ein über Treppen fließender Wasserfall, was den neuen Silberling augenblicklich in den Kontext der letzten beiden Veröffentlichungen „Gegen den Strom“ und „Alles im Fluss“ stellt.

Es könnte keinen besseren Ort als die Kulturkirche in Köln für eine solche Show geben. Atmosphäre und Akustik bieten sich einfach an, um einen begeisternden Abend zu schaffen. So haben Erics Konzerte in der Kulturkirche beinahe schon Tradition und die Vorfreude des Publikums war entsprechend hoch.

Die Eröffnung des Abends übernahmen The Black Sheep, die man als Wiederholungstäter betiteln könnte. Bereits 2011 spielten Charly und Jo für Eric in der Kulturkirche. Angekündigt von Eric selbst, der sich zunächst dem Publikum von der Kanzel aus zeigte, schafften es die jungen Damen auch in kleinerer Besetzung (Schlagzeugerin Claudia fiel leider aus), die Zuschauer ganz von sich zu überzeugen. In einer Mischung aus neuen Songs ihres kommenden Albums (erscheint im Sommer/Herbst 2013 über ihr neues Label intono records) und Klassikern ihres Debüts „Not Part Of The Deal“ (03/2009) zeigten sie nicht nur ihren Facettenreichtum, sondern auch die Vielseitigkeit ihrer Songs auch im akustischen Kleid. Nicht nur alte Fans dürfen auf dieses Album gespannt sein!

Das Geräusch einer plätschernden Kaskade eröffnete schließlich den Auftritt von Eric und seinen Freunden. Empfangen wurden Eric Fish (Gesang, Gitarre, Bouzouki, Cinco, Pipes), Rainer Michalek (Gesang, Gitarre, Harfe), Uwe Nordwig (Gesang, Gitarre), Gerit Hecht (Klavier) und B.Deutung (Cello) von einem augenblicklich begeisterten Publikum, das ganz auf die Späße und Spielereien des Sängers einging. Mitsingen, Klatschen, Pfeifen und auch Tanzen - alles kein Problem, wenn Eric sein Publikum dirigiert.

Die Live-Versionen der Lieder des Akustikprojekts schafften es, auf ganzer Linie zu begeistern. Mögen es die Studioversionen manchmal durch ihre Schlichtheit nur schwer schaffen, mit ihrem Klang einen Raum völlig einzunehmen, merkte man doch gerade in dieser großartigen Location, welcher Klangreichtum eigentlich in ihnen steckt. Die Akustik der Kirche gab den Liedern ihren letzten Schliff und sorgte so für Gänsehaut und Begeisterung.

Selbst kleine Pannen („Oh...Fis, wa?“) konnten diese Musiker nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen nahmen sie jeden kleinen Seitenhieb mit der nötigen Portion Humor. Diese gute Laune, die nicht zuletzt immer wieder in Erics Talent, sich ein wenig um Kopf und Kragen zu reden, wurzelte, sorgte so für absolut harmonische Grundstimmung bei Band und Publikum.

Mit weisen Worten verabschiedeten sich Eric Fish und seine Freunde schließlich nach knapp 2½ Stunden Auftritt. Wären da nicht die Auflagen des Veranstaltungsortes, hätten sie wahrscheinlich noch eine ganze Weile länger spielen können. Allein von dieser Spielzeit könnte sich mancher große Musiker eine Scheibe abschneiden. Erics Publikum zeigte sich auf jeden Fall auch trotz Kürzungen sichtlich zufrieden und besiegelte damit einen rundum gelungenen Abend. Eins steht auf jeden Fall fest: Auch akustische Sets können ganz gehörig rocken!

für CDstarts.de

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