Arkells Live: Köln, 07.04.2013, Luxor

  • 07.05.2013
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Arkells - Live: Köln, 07.04.2013, Luxor - News
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Spätestens im Live-Gewand rocken auch die neuen Tracks ganz ordentlich.

Passend zur Veröffentlichung ihres neuen Albums „Michigan Left“ begaben sich die Musiker der kanadischen Formation Arkells auf Clubtour durch Europa. Auch Deutschland stand mit einigen Konzerten auf dem Plan. In Köln war ein Zwischenstopp im Luxor geplant, der eine erstaunlich gemischte Zuschauerschar anlockte.

Die britischen Kollegen von Canterbury übernahmen den Part des Supports. Nachdem ihre Tour im Januar leider abgesagt werden musste, war die Show so für viele Fans eine große Entschädigung und die Verwunderung über die vielen Anhänger der Band im Publikum nicht sonderlich groß. Entsprechend kam es allerdings auch zu einer kleinen Spaltung im Zuschauerraum zwischen den eingefleischten Fans der beiden Bands. Mit viel Begeisterung, Engagement und Herzlichkeit präsentierten sich die Musiker aus Farnham, Surrey, an diesem Abend durchaus souverän. Musikalisch bieten die Jungs schönen, harmonischen Alternative Rock, der sowohl Tanzbein wie auch Herz anspricht. Vor allem in den Vocals und Harmonien zwischen Frontmann Mike Sparks und Bassist Luke Prebble zeigte sich die Stärken der Band. Viel Energie und Bewegung rundeten den halbstündigen Auftritt ideal ab. Neugierig gewordenen sei das neue Album („Heavy In The Day“) der Band empfohlen, das seit Anfang April auch in Deutschland erhältlich ist.

Nachdem nicht nur Instrumente, sondern auch Zuschauer die Plätze getauscht hatten - die Canterbury-Fans verschwanden größtenteils aus den ersten Reihen und machten damit Platz für die der Arkells - war es an der Zeit für die Hauptakteure des Abends. Von der ersten Minute an bewiesen die Künstler, dass es sich bei ihnen um absolute Vollblutmusiker handelt, die einfach für die Bühne gemacht sind und auf ihr völlig aufblühen.

Wer die Jungs bereits von ihrem Auftritt als Support von Billy Talent kannte (CDstarts.de berichtete), wusste bereits, dass es diesen Künstlern möglich ist, eine unglaubliche Energie zu entwickeln. Was in der großen Mitsubishi Electric Hall gelang, sollte auch im Luxor kein Problem sein. Auch wenn viele Kritiker - nicht zu Unrecht - bemängeln, dass das neue Album deutlich poplastiger wäre, spätestens im Live-Gewand beherrschen es auch die neuen Tracks, ordentlich zu rocken. So war es nicht verwunderlich, dass die Mischung aus Spaß, Begeisterung und Liebe zur Musik nicht nur die Band selbst augenblicklich ergriffen hatte, sondern auch das Publikum schnell um den Finger wickelte.

Die Besucher zeigten sich auf jeden Fall begeistert! So wurde immer wieder ein passender Fan-Chor eingefordert, den die Zuschauer gerne und erstaunlich textsicher lieferten. Auch kleinere Momente des Pogens schafften es, sich ins Publikum zu schleichen, und passten einfach perfekt in den Augenblick.

Musikalisch setzen die Künstler immer wieder kleine Highlights. Soloeinlagen spielten dafür eine ebenso große Rolle wie Abwandlungen der Songs oder das A-cappella-Outro von „Kiss Cam“. Das einzige Manko der Show ließ sich lediglich in den Zugaben finden. Nach starkem und schnellem Set bestanden diese rein aus Coverversionen, was einen gewissen faden Beigeschmack bekam. Statt also mit der Musik der Band im Ohr nach Hause zu gehen, hatte man so - wenn auch durchaus solide - Cover im Ohr. Schade!

Nichtsdestotrotz muss man den Arkells für diesen Abend ein ordentliches Konzert bescheinigen. Sie sind eine wirklich starke Live-Band, die es auf der Bühne schafft, die Qualität ihrer Studioversionen an die Decke zu spielen. Ihre Bühnenpräsenz, ihr Talent und ihre Musik sind immer wieder eine Freude und ein Genuss, den man nur empfehlen kann!

Setlist Canterbury:

  • You are the One
  • Calm Down
  • Wrapped in Rainbows
  • Run from a Gun
  • Saviour
  • Gloria
  • More than Know
  • Setlist Arkells:

    • Michigan Left
    • The Ballad of Hugo Chavez
    • Pullin’ Punches
    • Coffee
    • Oh, The Boss Is Coming
    • Heart Of The City
    • Kiss Cam
    • Book Club
    • Agent Zero
    • On Paper
    • No Champagne Socialist (Neil Young Cover)
    • Whistle Blower
    • John Lennon
    • Rock the Casbah (The Clash Cover)
    • Deadlines

    für CDstarts.de

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