Gabrielle Aplin Live: Köln, 05.06.2013, Luxor

  • 13.06.2013
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Gabrielle Aplin - Live: Köln, 05.06.2013, Luxor - News
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Großbritanniens Shootingstar zu Gast in der Domstadt.

In ihrer Heimat bereits ein gefeierter Shootingstar, veröffentlichte die 20-jährige Gabrielle Aplin, die dem einen oder anderen durch ihre Videos auf YouTube ein Begriff sein könnte, jüngst auch in Deutschland ihr Debütalbum „English Rain“ (05/2013). Noch erscheinen die Reaktionen spärlich, doch allein die Location-Steigerung vom Studio 672 bei ihrem ersten Besuch in Deutschland zum Luxor spricht für sich und beweist: Auch ruhiger Songwriter-Pop zieht ein breit gefächertes Publikum an.

Den Abend in dem gut gefüllten Club eröffnete Saint Raymond. Der junge Sänger aus Nottingham präsentierte schlichten Songwriter-Pop. Seine Songs bestanden generell aus ruhigen Melodien, die das Publikum während der 25 Minuten andauernden Show leider nicht wirklich packen konnten. Zu ähnlich klangen dafür vor allem die Zwischenchöre, so dass es schwer war, die Titel wirklich zu differenzieren. Sein etwas schüchterner Charme machte dafür viel wieder gut und hinterließ so das Gefühl einer Mischung des netten Jungen von nebenan mit einem Musiker mit der gewissen Portion Talent und Potential. Interessierten sei seine Facebookseite empfohlen, auf der er einen seiner Songs zum kostenlosen Download anbietet.

Auch bei Gabrielle Aplin blieb es musikalisch überwiegend ruhig, wenn auch deutlich abwechslungsreicher und gefühlvoller. Ihre Songs haben einfach das gewisse Etwas, das den Hörer einlullt und für sich gewinnt. Hinzu kommt ihr natürlicher Charme und ihre offene Art, ohne Scheu auch mal für ein paar Minuten mit dem Publikum zu plaudern und kleine Deutschkenntnisse auszupacken.

Ohne Band, nur sich selbst begleitend an Gitarre oder Keyboard, entfaltete sie die Songs ihres Debütalbums mit einer Leichtigkeit, von der sich mancher Weltstar noch etwas abschauen könnte. Die Melodien flogen durch den Raum und es war kaum zu glauben, wie schnell der 50-minütige Gig verging. Dabei setzte sich Frau Aplin selbst vor die Herausforderung, ihre für eine Band arrangierten Stücke auch allein umzusetzen, was ohne Einbußen gelang.

Das Publikum zeigte sich während der gesamten Show verhalten, beinahe schon in verzauberter Stille. Es ist einfach nicht die Musik für ausgeladene Tanzeinlagen und große Party und so genossen die Zuschauer schlichtweg. Applaus und direktes Gespräch zwischen den Songs bestätigten, dass alle hellwach und vor allem begeistert von der Darbietung der Sängerin waren. Auch Fanchöre hielten sich in Grenzen, was allerdings ebenfalls absolut nicht negativ anzurechnen ist. Resultat war eine harmonische Atmosphäre, in der jeder ganz in der Musik Gabrielle Aplin aufgehen konnte.

So bescherte Gabrielle Aplin einen zwar kurzen, aber durchaus unvergesslichen Abend. Der weiche, unverkennbare Klangcharakter ihrer Stimme gepaart mit ihrer Natürlichkeit und der Schlichtheit ihrer Arrangements, die auch auf keinen großen Schnickschnack angewiesen sind, verschmolzen während des Konzerts zu einem Erlebnis für sich, das einfach nur seinesgleichen suchen kann. Gabrielle Aplin zeigte live mühelos, was auch schon ihr Debüt spricht: Diese junge Sängerin sollte man im Auge behalten!

Setlist:

  • Panic Chord
  • Stranger Side
  • How Do You Feel Today?
  • On Fire (Cover)
  • Salvation
  • The Power Of Love
  • Alive
  • Evaporate
  • Rings Round Roses
  • Go Take Me Away
  • Keep Pushing Me
  • Home

für CDstarts.de

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