Disney´s Die Schöne Und Das Biest, Köln, Musical Dome

  • 31.07.2013
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Märchen schreibt die Zeit, in des Dichters Kleid, die Schöne und das Biest.

Es ist eine dieser Geschichten, die in keinem Kinderzimmer fehlen darf. Disney's „Die Schöne und das Biest“ gehört zu den großen Klassikern des Filmstudios, zu den großen Abräumern bei Grammys und Oscars. Die Melodien des Soundtracks sind so omnipräsent wie die Titelmelodie von Star Wars, ihre Schöpfer Alan Menken (Musik), Howard Ashman und Tim Rice (beide Text) Legenden der Filmmusik. Dementsprechend ist eine Musicalumsetzung dieses Volksmärchens eigentlich nicht weit hergeholt. Die Erwartungen daran sind allerdings umso größer. Das Budapester Operettentheater nahm sich dieser Herausforderung an und entführt nun schon in der zweiten Spielzeit in Köln in das beliebte Märchen.

Es ist begeisternd, mit wie viel Liebe zum Detail die Kulissen und Charaktere geschaffen wurden. Mehrere Ebenen von Vorhängen erwecken den Schein von Tiefe und verwandeln die Bühne so mühelos in einen finsteren Wald, einen sonnigen Dorfplatz, die Dorfschenke oder Belle's Haus. Ein ausfahrbares Bühnenelement auf Drehscheiben gestaltet die zahlreichen Facetten des Schlosses kreativ nach und scheint dabei keine Grenzen der Vielfalt zu kennen. Passendes Licht und eine Portion Nebel im richtigen Moment tun dazu ihr Übriges. Auch die Kostüme sind absolut gelungen. Mit viel Liebe zum Detail erwachen alle Figuren, vom Dorfbewohner über die Wölfe bis hin zu den Schlossbewohnern, zum Leben und lassen damit Fantasie Wirklichkeit werden.

Insgesamt kann man die Leistung des Ensembles nur loben und bewundern. Trotz Sprachbarriere und teilweise deutlichem Akzent, ist der Fluss der Aufführung mitreißend. Schnell ist das Publikum der ausverkauften Sommerpremiere in Köln hin und weg und fiebert trotz bekannten Ausgangs mit den Charakteren - begeisterter Zwischenapplaus inklusive. Vor allem Belle-Darstellerin Kitti Jenes überrascht gesanglich immer wieder. Ihr klarer Sopran erinnert in seiner Stimmfarbe stark an Synchronsprecherin Jana Werner. Auch die choreographische Umsetzung ist schlichtweg gelungen. Mit hoher Geschwindigkeit wirbeln die Darsteller in Momenten, wie der Szene im Wirtshaus oder dem berühmten „Be Our Guest“-Part, über die Bühne und malen damit tänzerisch großartige Bilder, die vor Leichtigkeit nur so strotzen.

Auch an Akrobatik wird nicht gespart, was zusätzlich staunen lässt. Lefou-Darsteller László Sánta ist immer wieder für besondere Erheiterung gut. Er leistet nicht nur im Zusammenspiel mit Gaston-Darsteller Attila Németh akrobatisch viel, sondern sorgt durch die Überspitzung seiner Figur auf das typische Narrenbild für den so genannten Comic Relief. Zusätzlich zu den bekannten Liedern des Films wurde das Musical passend ergänzt. Dabei fügen sich die neuen Titel mühelos ins Gesamtbild, spielen mit bekannten Motiven und entwickeln dadurch gleichzeitig ihre eigene Schönheit. So greift ein Zahnrädchen ins nächste und lässt ein fantastisches Gesamtbild entstehen, das dem Märchen für Groß und Klein mehr als würdig ist.

Einen festen Spielort hat das Musical nicht. Im Sommer erhalten die Fans noch in Hamburg die Chance, in die Welt von Belle und ihrem Biest einzutauchen. Der Winter führt das Ensemble nach Zürich, Essen und Bremen. Vor der Performance des Budapester Operettentheaters muss man einfach den Hut ziehen! Mit viel Charme, einem Funken Magie und vor allem viel Liebe haben sie den Klassiker zum Greifen nahe gebracht! Das Publikum in Köln ist jedenfalls begeistert und bedankt sich mit ausgiebigen Standing Ovations.

für CDstarts.de
Fotos: Nilz Boehme und Thommy Mardo, mit vielem Dank an bbPromotion

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