Die Tops und Flops des Jahres 2015

  • 21.12.2015
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Die Tops und Flops des Jahres 2015 - News
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Wieder einmal geht ein Jahr zu Ende! Was waren die Platten des Jahres? Was hat gar nichts getaugt? Die ultimativen Listen der Redaktion!

Albert Ranner

Top 10 Alben


1. Bilderbuch - Schick Schock

2. Tribulation - The Children Of The Night

3. Cradle Of Filth - Hammer Of The Witches




4. Tove Lo - Queen Of The Clouds
5. Dawa - Psithurisma
6. Dead Lord - Heads Held High
7. Lightning Bolt - Fantasy Empire
8. Paradise Lost - The Plague Within
9. Ryan Adams - 1989
10.Mercury Rev - The Light In You

Flop 5 Alben
1. Disturbed - Immortalized
2. Muse - Drones
3. The Darkness - Last Of Our Kind
4. Halestorm - Into The Wild Life
5. Kwabs - Love + War

Top 5 Lieblingssongs
1. Cradle Of Filth - Deflowering The Maidenhead, Displeasuring The Goddess
2. Dawa - Unexpectedly
3. Xandria - In Remembrance
4. Major Lazer - Lean On
5. Taylor Swift - Bad Blood feat. Kendrick Lamar

Albert über sein Musikjahr: Normalerweise spielt Österreich hinsichtlich innovativer Musikerlebnisse und Newcomer-Hoffnungen im deutschsprachigen Raum immer die zweite Geige. Nach dem Sieg von Conchita Wurst beim Eurovision Song Contest 2014 begann es allerdings ganz gehörig zu brodeln und man bekam das Gefühl, die ganze Nation will sich musikalisch im folgenden Jahr ganz besonders von ihrer besten Seite zeigen. Als Gastgeber bekam der Alpenstaat neben Deutschland zwar nicht einen einzigen mickrigen Punkt (kein Wunder bei der omnipräsenten „Wir wollen es eh nicht nochmal gewinnen“-Mentalität), doch die Highlights waren sowieso an anderer Stelle zu finden. Da gab es z.B. Dawa, die direkten Konkurrenten der Makemakes, die nur knapp den Einzug auf die ESC-Bühne der Wiener Stadthalle verfehlt hatten. Seit der ersten TV-Show fragte man sich zwar, was diese vier von Grund auf sympathischen Künstler bei so einem überladenen Medienevent verloren haben, doch der selbsternannte „Akustik-Cello-Folk-Soul-Pop“ brachte alsbald die Herzen zum Schmelzen und schürte die Vorfreude auf das grandiose Studioalbum „Psithurisma“ (02/2015).

Im Vergleich zu den ruhigen und durchdachten Kammerspielen von Dawa klotzten die Wahlwiener Bilderbuch dafür mit goscherten Anekdoten und einer Riesenportion charmanter Überheblichkeit. „Schick Schock“ (02/2015) erwies sich als heiteres Zitate-Raten, ohne auch nur einmal den Drang zu verspüren, die Truppe anhand der unzähligen Referenzen und Parallelen bloßzustellen oder auseinanderzunehmen. Die alles durchdringende Strahlkraft von Selbstdarsteller Maurice Ernst erinnerte an den legendären Falco, die von Sarkasmus und zynischer Gleichgültigkeit geprägten Texte suchten ihresgleichen. Ob derartige Hoffnungsschimmer für den österreichischen Musikmarkt auch im nächsten Jahr sprießen werden, wird sich zeigen. 2015 hieß es (entgegen der Meinung der ESC-Zuschauer) auf jeden Fall ganz klar: Austria 12 Points!

Jakob Huf

Top 10 Alben


1. VDELLI - Higher

2. Tommy Castro - Method To My Madness

3. Calexico - Edge Of The Sun




4. The Darkness - Last Of Our Kind
5. The Answer - Raise A Little Hell
6. The Waterboys - Modern Blues
7. Iron Maiden - The Book Of Souls
8. Thunder - Wonder Days
9. Def Leppard - Def Leppard
10. Robben Ford - Into The Sun

Flop 5 Alben
1. Billy Gibbons & The BFG's - Perfectamundo
2. Newton Faulkner - Human Love
3. Kurt Vile - B'lieve I'm Going Down
4. Gary Clark Jr. - The Story Of Sonny Boy Slim
5. Buckcherry - Rock'N'Roll

Top 5 Lieblingssongs
1. The Darkness - Open Fire
2. Tommy Castro - Method To My Madness
3. The Waterboys - Destinies Entwinded
4. The Winery Dogs - Spiral
5. Mark Ronson feat. Mystikal - Feel Right

Jakob Huf über sein Musikjahr: An den großen Streaming-Diensten bin auch ich im Jahr 2015 nicht vorbeigekommen. Und ich stecke im Zwiespalt. Einerseits will ich deren Gründer und Chefs nicht in ihrer, vorsichtig ausgedrückt, verbesserungswürdigen Bezahlpolitik unterstützen, andererseits erfreut sich mein Geldbeutel und ich denke mir, die Plattenfirmen und Künstler müssen ja nicht mitmachen. Trotzdem kaufe ich weiter regelmäßig die Alben, die mir wirklich gut gefallen, mit dem positiven Nebeneffekt, dass sich Fehlkäufe drastisch reduziert haben. Aber auch bei den Streaming-Diensten ist längst nicht alles zu finden und so verbirgt sich mancher Schatz in meiner Sammlung, den leider nur wenige andere zu hören bekommen werden.

Ein weiterer Aspekt, der mir dieses Jahr besonders aufgefallen ist, ist der Umstand, dass es meistens die kleinen, unbekannteren Bands und Interpreten sind, die großartige Alben veröffentlichen. Sie spielen Konzerte meist vor wenigen hundert Menschen und noch weniger kaufen ihre Alben. Trotzdem ziehen sie ihr Ding durch und durch ihre Authentizität gelingt es ihnen stetig, ihre Fanbasis auszubauen. Abseits von Radio und Charts produzieren sie hörenswerte Platten, die der Durchschnittshörer wahrscheinlich eher selten zu hören bekommt. Und es gibt auch hierfür einen Markt. Die Konzerte werden größer, selbst kleinere Bands können vor immer größeren Menschenmengen spielen, die nicht im Verhältnis zu ihren Plattenverkäufen stehen. Ebenso können sich Woche für Woche Alben von sogenannten Nischengenres wie Metal, Soul oder Blues in den Charts platzieren, teilweise auch sehr hoch. Dies könnte ein Indikator dafür sein, dass die Musikbegeisterung auf keinen Fall abgenommen hat. Auch könnte es heißen, dass man der kalkulierten und gleichklingenden Massenware im Radio und in den Medien langsam aber sicher überdrüssig ist. Viel zu viel klingt gleich und wird von sogenannten Produzenten auf den immergleichen Akkordfolgen und Beats aufgebaut.

Lucas Kramer

Top 10 Alben


1. Grimes - Art Angels

2. Wolf Alice - My Love Is Cool

3. Sizarr - Nurture




4. U.S. Girls - Half Free
5. Neon Indian - VEGA INTL. Night School
6. Chvrches - Every Eye Open
7. Jamie XX - In Colour
8. Nightjacket - Eternal Phase
9. Colleen Green - I Want To Grow Up
10. Gengahr - A Dream Outside

Flop 5 Alben
1. Madsen - Kompass
2. Beach House - Depression Cherry
3. Sufjan Stevens - Carrie & Lowell
4. Son Lux - Bones
5. Beach House - Thank Your Lucky Stars

Top 5 Lieblingssongs
1. U.S. Girls - Damn That Valley
2. The Weeknd - The Hills
3. Night Beds - Me, Liquor And God
4. Holy Esque - Hexx
5. Eliot Sumner - Information

Lucas über sein Musikjahr: Veröffentlichten Tocotronic ein Album, ist das Jahr für mich schon fast gerettet. Im Notfall höre ich dann nämlich einfach das. Tocotronic-Alben haben in Listen aber nichts zu suchen; deshalb steht „Das Rote Album“ schon mal außer Konkurrenz. Am meisten gehört habe ich dann wohl tatsächlich Tocotronic. Dazu Wanda, SSLYBY und Ezra Furman. Warum von denen keiner in meiner Liste ist, dazu kann ich nichts sagen. Zum Ende des Jahres gefiel mir auch das neue, vielleicht letzte, Coldplay-Album sehr gut. Musik für alle. Mehr geht nicht. Keine Frage, es gab wieder viel Gutes. Wenn man sich nur weit genug vorarbeitet, trifft man auf seine Lieblingsalben. Von meinen Top-10-Alben hätte ich dann im Voraus auch keines als solches erwartet. Grimes, Neon Indian und Chvrches fand ich bis zu ihren diesjährigen Alben eher uninteressant und den Rest der Liste komplettieren Künstler, die ich bisher kaum bis gar nicht wahrgenommen habe. Darunter drei bis vier Debütalben, die immer einen besonderen Charme besitzen. Also: Objektivität wird überschätzt, wenn man ehrlich ist. (Fatoni/Authentizität)

Daniel Køtz

Top 10 Alben


1. Damnation Angels - The Valiant Fire

2. Iron Maiden - The Book Of Souls

3. Steven Wilson - Hand. Cannot. Erase




4. Subsignal - The Beacons Of Somewhere Sometime
5. Kamelot - Haven
6. Linie - What We Make Our Demons Do
7. Cryptex - Madeleine Effect
8. Coyotes - Only To Call It Home
9. Stratovarius - Eternal
10. Marit Larsen - When The Morning Comes

Flop 5 Alben
1. Culcha Candela - Candelistan
2. Korpiklaani - Noita
3. Nightwish - Endless Forms Most Beautiful
4. Blind Guardian - Beyond The Red Mirror
5. Luca Turilli´s Rhapsody - Prometheus - Symphonia Ignis Divinus

Top 5 Lieblingssongs
1. Damnation Angels - The Frontiersman
2. Iron Maiden - The Great Unknown
3. Marit Larsen - When The Morning Comes
4. Symphony X - Nevermore
5. Jess And The Ancient Ones - In Levitating Secret Dreams

Daniel über sein Musikjahr: Da hat Tuomas Holopainen 2014 ein astreines Solo-Debüt rausgehauen und was passiert ein Jahr später? Seine Hauptband Nightwish stagniert - wenn auch auf hohem Niveau - mit dem Floor-Jansen-Debüt „Endless Forms Most Beautiful“. Zumindest ist das meine Meinung, auch wenn einige Menschen der festen Überzeugung sind, dass eine „Rezession“ ja objektiv sein muss. Sei's drum!

Mit den sich weiterhin auf der Siegerseite befindenden Kamelot wird der Symphonic Metal genauso gerettet wie von den Immer-noch-Newcomern Damnation Angels, welche mit ihrem „The Valiant Fire“-Album mal eben eines der fantastischsten Genrewerke der letzten zehn Jahre aufs Parkett gelegt haben. Den Titel „Album des Jahres“ haben sie sich redlich verdient - noch vor den Qualitätsvehikeln Steven Wilson, Subsignal und der besten Band aller Zeiten, Iron Maiden. Dass hier Musik auf allerhöchstem Niveau geboten wird, war schon im Vorfeld klar und die hohen Erwartungen wurden auf beinahe langweilige Art und Weise erfüllt - was natürlich gut ist.

Ansonsten wissen einige Metal-Acts gekonnt zu enttäuschen, ohne dabei wirklich schlecht zu sein: die Gardinen oder Luca Turillis High-Class-Schmonsens zum Beispiel. Dass abseits solch kleiner Ausrutscher auch viel Scheiße rauskam, muss nicht extra erwähnt werden. Dieses Jahr sind es Bluma, die klassisch-beschissenen Culcha Candela oder die sich innerhalb kürzester Zeit als musikalische Dreckschleuder etablierte Oonagh. Hass und Verachtung, wahre Liebe und das absolute Geflashtsein von den großen musikalischen Momenten des Jahres: 2015 war wie immer, aber das ist ja auch schon mal was!

Maximilian Nitzke

Top 10 Alben


1. Adam Angst - Adam Angst

2. Will Varley - Postcards From Ursa Minor

3. Torres - Sprinter




4. Asian Kung-Fu Generation - Wonder Future
5. Pentatones - Ouroboros
6. Frank Turner - Positive Songs For Negative People
7. Mika - No Place In Heaven
8. Natas Loves You - The 8th Continent
9. Paul Armfield - Found
10. JD McPherson - Let The Good Times Roll

Flop 5 Alben
1. Consuelo Costin - I'm Just Me
2. Her & Kings County - Raise A Little Hell
3. Squarepusher - Damogen Furies
4. Fettes Brot - Teenager Vom Mars
5. Coldplay - A Head Full Of Dreams

Top 5 Lieblingssongs
1. Adam Angst - Professoren
2. Torres - Strange Hellos
3. Frank Turner - Get Better
4. Mika - Good Wife
5. Fall Out Boy - American Beauty/American Psycho

Maximilian über sein Musikjahr: 2015 war ein zweischneidiges Jahr. Mein Jugend-Ich musste lernen, sich von Namen wie Coldplay und Muse loszusagen, weil diese einstigen Größen ihren Zenit überschritten haben, wie es scheint. Dass ausgerechnet die vorher belächelten Fall Out Boy mit dem energetischen „American Beauty/American Psycho“ die beste Unterhaltung im Bereich der Superstars boten, war für mich selbst die größte Überraschung. Und auch wenn ich mich immer noch ein wenig dafür schäme, zu „Uma Thurman“, „Centuries“ und Co. abzugehen, hat es viele schöne Überraschungen bereitgehalten.

Die große Überraschung begleitet mich in Form von Adam Angst bereits das ganze Jahr und hat zu keinem Zeitpunkt eingebüßt. Das Album ist immer noch ein Dauerbrenner und auch wenn „Professoren“ mein Song des Jahres ist, fällt es mir schwer, wirkliche Lieblinge auf dem Album auszumachen. Torres hat mir Gänsehaut verschafft, die Pentatones setzen mal eben eine Messlatte für elektronisch geleitete Popmusik, Mika hat mich mit „Good Wife“ zu Tränen gerührt und mit Will Varley hat die Welt einen neuen Spitzenklasse-Troubadour. Zusätzlich haben mit Frank Turner und der Asian Kung-Fu Generation bekannte Gesichter ihre Form gehalten und machen die meisten Enttäuschungen wett.

Einige Fehlgriffe sollten allerdings einfach nicht passieren. Dass Bands wie Coldplay und Fettes Brot sich inzwischen aufgebraucht haben und nur selten an ihre Großtaten anknüpfen können, ist einfach keine große Überraschung mehr. Dass sich einige Musiker einen Dreck um Botschaften und Stimmungen kümmern, kann allerdings auch dieses Jahr nicht angehen. Musiker, wobei dieser Ausdruck stark gestreckt wird, wie Consuelo Costin und Her & Kings County treten derart widerlich auf platten Stereotypen herum, dass es wehtut. Es bleibt zu hoffen, dass sich mehr Musiker an Frank Turners Worte halten, sich ihre Musik nochmal anhören und schließen: „Come on now, let's fix this mess. We can get better, because we're not dead yet!“.

Heino Walter

Top 10 Alben


1. Daniel Romano - If I´ve Only One Time Askin`

2. Ryley Walker - Primrose Green

3. Eska - Eska




4. Jason Isbell - Something More Than Free
5. Matthew E. White - Fresh Blood
6. Jay-Jay Johanson - Opium
7. Scott Walker & Sunn O))) - Soused
8. Lizz Wright - Freedom & Surrender
9. Joel Sarakula - The Imposter
10. Fat Freddy`s Drop - Bays

Flop 5 Alben
1. Culcha Candela - Candelistan
2. Fettes Brot - Teenager Vom Mars
3. Enya - Dark Sky Island
4. a-ha - Cast In Steel
5. David Garrett - Explosive

Top 5 Lieblingssongs
1. Joel Sarakula - Northern Soul
2. Alectro - School Of Desire
3. Opez - Malinco
4. Jason Isbell - If It Takes A Lifetime
5. Boy - We Were Here

Heino über sein Musikjahr: Es spricht für die Qualität des Musikjahrs 2015, dass es wieder eine Qual der Wahl war, aus dem Überangebot an toller Musik die Favoriten herauszufiltern. Daniel Romano hat als Sieger ein in sich geschlossenes Werk abgeliefert und damit nachhaltig überzeugt. Der zweitplatzierte Ryley Walker überraschte als legitimer Nachfahre von Tim Buckley mit hinreißendem Folk-Jazz. Eska lässt die Grenzen zwischen Pop und Jazz verschwimmen und Jason Isbell erklomm souverän den Americana-Thron.

Den Ehrenpreis als beste unbekannte Band ohne Plattenvertrag sichert sich mal wieder ein Projekt des Musikerkollektivs um Michael Mann vom Niederrhein. Mit seinen Rusty Nails spielte er nach 20 Jahren Pause unter dem Namen „Big City Tracks“ ein neues Album ein. Was mit Krautrock- und Blues begann, wurde jetzt unkonventionell ausgedehnt. Einflüsse des West Coast Hippie-Rock der 60er-Jahre sind genauso zu erkennen wie Merkmale des Progressive Rock und Soft-Rock-Beimischungen. Alles wohldosiert, spannend und passend zusammengestellt. Die Musiker haben tüchtig über den Tellerrand geschaut und eine kreative Meisterleistung vollbracht. Das Ding wächst mit jedem Hördurchgang, wie auch Kollege Günter Ramsauer bestätigt.

Matthias Reichel

Top 10 Alben


1. Greg Holden - Chase The Sun

2. The Weeknd - Beauty Behind The Madness

3. Empire Escape - You Are Not Alone




4. The Libertines - Anthems For Doomed Youth
5. Ryan Adams - 1989
6. Nate Ruess - Grand Romantic
7. Benjamin Clementine - At Least For Now
8. Elle King - Love Stuff
9. Kodaline - Coming Up For Air
10. Schwesta Ewa - Kurwa

Flop 5 Alben
1. Kid Rock - First Kiss
2. Bon Jovi - Burning Bridges
3. a-ha - Cast In Steel
4. Madonna - Rebel Heart
5. The Prodigy - The Day Is My Enemy

Top 5 Lieblingssongs
1. MoTrip - So wie du bist
2. Sam Smith - Stay With Me
3. Joris - Herz über Kopf
4. Philipp Dittberner - Wolke 4
5. Ed Sheeran - Photograph

Matthias über sein Musikjahr: Auch für das Jahr 2015 gilt: Meine Lieblingssongs stammen nicht zwingend von mir bekannten Alben. Sie müssen vor allem im Radio „funktionieren“, zum Beispiel morgens als Wachmacher („Herz über Kopf“), abends als Entspannung („Stay with me“) oder als „ich kurble die Scheiben runter und mache auf dicke Hose“-Song („So wie du bist“). Meine Album-Top-10 besteht nur aus Platten, die ich auch für CDstarts.de besprochen habe und die aufgeführten Flop-Alben sind nicht zwingend diejenigen, die die schlechtesten Bewertungen erhalten haben, sondern zumeist solche, die die Erwartungshaltung nicht erfüllen konnten.

Das Musikjahr 2015 war wieder einmal mit viel zu vielen Veröffentlichungen vollgepackt. Scheinbar haben die Plattenfirmen keine Qualitätskontrolle mehr oder sie wollen ihre Defizite durch die Methode „Quantität schlägt Qualität“ aufholen. Dadurch wird der Markt total verstopft. Jede Woche werden neue Themen im Dutzend durchgeprügelt. Die von der letzten Woche sind da schon längst wieder vergessen. Somit sind echte Dauerbrenner selten geworden und wirkliche Highlights so selten wie nie. Aus der Not heraus, werden gute bis sehr gute Platten plötzlich zu Klassikern erklärt, die sechs Monate nach der Veröffentlichung in rauen Mengen auf dem Grabbeltisch liegen. Na ja, was soll’s. Das einzige, was in 2016 noch helfen kann, um aus der Lethargie herauszukommen, ist ein echter Hype.

Die Tops und Flops des Jahres 2015 wurden koordiniert von Daniel Køtz, Lektorat: Jessica Eggert und Matthias Reichel

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