Saltatio Mortis - 10 Jahre Wild Und Frei - Cover
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Saltatio Mortis 10 Jahre Wild Und Frei


  • Label: Napalm Records
  • Laufzeit: 413 Minuten
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9/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Für dieses Jubiläumskonzert legten Saltatio Mortis Wert auf viele ältere Songs.

Seit zehn Jahren sind die Spielleute von Saltatio Mortis schon musikalisch unterwegs, es war also an der Zeit für ein Jubiläumskonzert. Da schon länger eine Live-DVD geplant war, beschlossen die Musiker, beides zu verbinden. In der Historischen Stadthalle Wuppertal feierten sie vor ausverkauften Haus mit ca. 3.000 Besuchern ein Fest der besonderen Art. Fast drei Stunden Rockkonzert (29 Songs!) und noch ein Aftershow-Akustikkonzert von 1½ Stunden bieten sie an und das ist noch nicht alles. Viele Einblicke hinter die Kulissen und in die Vergangenheit runden ein Fanpaket ab, welches seinesgleichen sucht. Wer wie die Rezensentin live dabei war, kann sich einer Gänsehaut nicht erwehren, wenn die ersten Klänge ertönen. Diese unbeschreibliche Atmosphäre, die viele Stunden anhielt und die unüberhörbare Begeisterung und Euphorie des Publikums sowie der Band kann man kaum in Worte fassen.

Saltatio Mortis besteht aktuell aus Alea (Gesang, Dudelsack, Schalmei, Bouzouki), Lasterbalk, (Schlagzeug, Davul), Samoel (Gitarre, Bouzouki), El Silbador (Dudelsack, Schalmei, Pipes, Whistles), Falk von Mümmelstein (Dudelsack, Drehleier, Gesang, Schalmei), Bruder Frank (Bass, Chapman Stick, Gesang), und Jean Mechant genannt der Tambour (Schlagzeug, Percussion, Gesang). Mit zwölf Kameras und einem sehr guten Ton punktet die (Haupt-)DVD auf allen Gebieten, denn neben allen Bandklassikern gibt es auch noch Gäste wie Doro, Victor Smolski (Rage), Dr. Pest (Die Apokalyptischen Reiter), Eric Fish, Frau Schmidt und Bodenski von Subway to Sally, Johanna von der Vögelweide (Feuerschwanz) und die Ex-Mitglieder Cordoban der Verspielte und Thoron Trommelfeuer zu bewundern, die zusätzlich frenetischen Applaus ernteten.

Immer noch spielen Saltatio Mortis auf Mittelaltermärkten ihre akustische Marktmusik, daher waren die in der Aftershow dargebotenen akustischen Songs ein Pflichtprogramm, welches auf der Bonus-DVD zu finden ist. Hauptsächlich frönen sie aber der Mittelalter-Rockmusik und so kann sich der Hörer und Zuschauer auf sehr viele Songs freuen, die von ergreifenden Balladen wie „Nichts bleibt mehr“ oder „Letzte Worte“ sowie harten fast schon metal-ähnlichen Rockern wie „Rastlos“ oder „Manus Manum Lavat“ pendeln. Sänger Aleas Stimme wurde offensichtlich nicht nachbearbeitet und so erlebt man ein wahres Live-Erlebnis mit Versprechern und nicht klinisch reinen Klängen. Die Stadthalle mit ihren beeindruckenden Emporen und dem gewaltigem Ausmaß sowie den Lichteffekten ist ein Konzertort der Extra-Klasse, wobei dort überraschenderweise sonst nie Rockkonzerte stattfinden! Das war wohl eine löbliche Ausnahme und dieser prunkvolle Ort konnte wegen seiner beeindruckenden Optik nicht besser gewählt werden.

Für dieses Jubiläumskonzert legten Saltatio Mortis Wert auf viele ältere Songs, die aber textlich wie rockmusiktechnisch genauso wie ihre letzte CD Wer Wind sät überzeugen. Es gibt einfach nichts zu bemängeln: Tontechnisch ist alles sehr klar und man ist visuell sehr nah dran am Geschehen und am Publikum, die DVDs fangen die unglaubliche Stimmung erstaunlich gut ein. Auch wenn man leider nicht dabei war, gibt einem diese DVD ein beeindruckendes Erlebnis sehr gut wieder, aufgrund des musikalischen Querschnitts der Tracks bedeutet das auch eine gute Wahl für Neulinge in Sachen Saltatio Mortis. Einziger winziger Wermutstropfen stellt die Tatsache dar, dass die Live-CD nur 17 statt 29 Songs der DVD enthält, aber das sollte kein Hindernisgrund sein, dieses Werk zu kaufen.

Anspieltipps:

  • Rastlos
  • Koma
  • Salome
  • Nichts bleibt mehr

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