Tankard - A Girl Called Cerveza - Cover
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Tankard A Girl Called Cerveza


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 50 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein Mädchen, das Bier heißt. Aha. Das kann nur Alcoholic Metal made in Frankfurt am Main sein.

Über die Stationen Noise Records, Century Media und AFM Records sind Tankard mit ihrem selbsternannten Alcoholic Metal nach nunmehr 30 Jahren im Musikgeschäft beim Branchenriesen Nuclear Blast gelandet. Das zeigt, dass die Branche noch immer eine beachtliche Erwartungshaltung mit dem hessischen Quartett verbindet, obwohl Spötter der Band gerne unterstellen, dass ein Tankard-Album wie das andere klänge.

Dem ist natürlich nicht so! Denn nachdem Tankard lange Zeit den klinisch reinen Ballersound von Andy Classen (u.a. Dew-Scented, Belphegor, Legion Of The Damned) bevorzugten, wechselte die Band für das 2010er Album „Vol(l)ume 14“ (12/2010) den Produzenten und holte sich Michael Mainx (Böhse Onkelz, Disbelief, Der W) ins Studio. Dieser bescherte den Frankfurtern einen fast schon extremen Old-School-Sound, der die Fangemeinde spaltete.

Für das 15. Studioalbum, „A Girl Called Cerveza“, vertrauten Tankard erneuet auf Michael Mainx, achteten bei der Produktion allerdings darauf, dass der Sound eine Mischung aus beiden Welten berücksichtigt und nun als „ballernder Old-School-Klang“ verbucht werden kann. Die Mischung macht‘s eben. Und Tankard treffen auf „A Girl Called Cerveza“ genau die Mitte aus Kellerstudio mit Eierpappen an der Wand und High-Tech-Tempel. Das haben selbst Metallica seit zehn Jahren nicht mehr geschafft.

Ansonsten ist bei Tankard anno 2012 angesagt, was auch in den vergangenen zehn Jahren auf der Tagesordnung der Bier- und Äppelwoivernichter stand: Charmant bollernder Thrash Metal mit alkoholisierter Poesie á la „Son of a fridge“ oder „Running on fumes“ und einem leidenschaftlich bellenden Andreas „Gerre“ Geremia, der diesmal Unterstützung von der Düsseldorfer Metal-Queen Doro Pesch erhält, die mit ihm die Folgen eines Thailand-Urlaubs vertont („Metal ladyboy“).

Mit dieser Art von Spaß-Thrash-Metal werden Tankard vermutlich keine neuen Fans dazugewinnen, aber ihre treue Gemeinde locker halten können. Das ist doch auch was!

Anspieltipps:

  • Rapid fire
  • Witch-hunt 2.0
  • Metal Magnolia
  • Fandom at random
  • Not one day dead (but mad one day)
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