The Game - Streets Of Compton - Cover
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The Game Streets Of Compton


  • Label: Ca$h Machine Records
  • Laufzeit: 36 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Arbeitstier hat wieder zugeschlagen: Nobody on da westside fucks with The Game, biatch!

Das kalifornische Rap-Urgestein Jayceon Terrell Taylor alias The Game (36) lieferte im vergangenen Jahr mit der zweiteiligen Fortsetzung seines legendären 2005er „The Documentary“-Albums jede Menge Stoff für seine Fans ab. Doch die Kreativität kennt bei The Game scheinbar keine Grenzen. Für die dreiteilige TV-Dokumentation „Streets Of Compton“ des Spartensenders A&E hat der Rapper den Soundtrack beigesteuert und damit eine Ode an seine Heimat und an eines der härtesten und brodelndsten Rap-Sammelbecken in der Geschichte des Genres verfasst.

Compton ist ein Vorort der Millionenstadt Los Angeles und zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt. Die Stadt ist der Inbegriff für Bandenkriege und zählt seit den 80er Jahren zu den Hochburgen des Gangsta-Rap. Schaut man sich die Liste der Namen mit Rap-Acts aus Compton an, ergibt sich schnell ein Who-is-Who des Westcoast-Rap, dem Rap-Mogul Dr. Dre erst im vergangenen Jahr mit dem Kinofilm und dem Soundtrack „Compton“ ein Denkmal gesetzt hatte. Er stellte die Geschichte der Formation N.W.A. (Dr. Dre, Eazy-E, Ice Cube, DJ Yella, MC Ren, Arabian Prince) in den Vordergrund. Doch auch Acts wie Coolio, Kendrick Lamar, Y.G., Tyga, und natürlich The Game haben den Rap aus Compton in den vergangenen Jahrzehnten entscheidend geprägt.

Inhaltlich hat sich The Game in seinen Tracks nicht umgestellt, um den Soundtrack zu „Streets Of Compton“ zu schreiben. Der Rapper bleibt einfach bei seinen angestammten Themengebieten, die ja auch alle irgendwie einen Bezug zu Compton haben, und bringt damit seine persönliche Färbung in die Themen ein. Zudem ist die Feature-Liste sowohl was die Namen, als auch was die Quantität angeht, sehr bescheiden ausgefallen. Wer deshalb hinter „Streets Of Compton“ nur ein besseres Mixtape vermutet, kann trotzdem beruhigt werden.

Vielleicht mag The Game nicht mehr die Beat-Gewalt wie zu Interscope-Zeiten haben – billig klingen die Songs auf „Streets Of Compton“ dennoch nicht. Der 36-Jährige bellt seine Raps zu immer noch ausreichend fetten Beats ins Mikrofon und sorgt für eine authentische Westcoast-Gangsta-Atmosphäre, die sich in einem knackig-kurzen Werk widerspiegelt, an dem es nicht viel zu mäkeln gibt.

Anspieltipps:

  • Bullshit
  • Roped off
  • Death row chain
  • Unfollow me bitch
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