Milliarden Interviews

  • 26.02.2021
Kurzinterview mitMilliarden
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Hören fühlen, tiefer eintauchen.

CDstarts.de: Wer war in eurer Kindheit euer Vorbild/Idol und warum?

Johannes Aue: Jesus war ein krasses Vorbild. Diese wilden Geschichten vom Brotteilen, Blinde und Lahme heilen und was sonst noch, haben mich schon sehr beeindruckt. Dann kam die Pubertät... und die Kirche ging... und bis heute ist das Christentum kein Thema mehr für mich, aber ab und zu denke ich noch an Jesus und seinen Versuch, den Menschen Menschlichkeit beizubringen. Respekt dafür. Jesus=Idol.

CDstarts.de: Wie und wo kommen euch Ideen für neue Songs in den Sinn?

Johannes Aue: Das ist ganz unterschiedlich. Die meisten Eingebungen habe ich alleine in meinem stillen Kämmerlein.

CDstarts.de: Sicherlich gibt es Musiker, die euch beeinflusst haben. Wir wollen natürlich wissen wer und warum?

Johannes Aue: Uh da gibt’s einige. Manche beeinflussen mich noch heute glaub ich, aber die meisten Einflüsse kommen sicherlich aus der Kindheit. Wenn die Eltern im Auto eine Kassette anmachen auf dem Weg in den Urlaub oder feiern oder kochen oder so. Da gab‘s bei mir R.E.M., The Doors, Neil Young, Phil Collins und natürlich den einzig wahren Stefan Stoppok. Lebende Legende, wie jede weiß. Mein Vater hat seine Lieblingssongs dann immer auf Gitarre nachgespielt und irgendwann hab ich mitgemacht. Dann hatte ich keinen Bock mehr darauf und wollte mein eigenes Ding machen. Meine Top 3 Influencer heute: Keith Jarrett, Daft Punk & Joachim Witt.

CDstarts.de: Ihr habt die freie Auswahl: Mit welchem Musiker oder Produzenten würdet ihr gerne ein Album aufnehmen? Begründer eure Wahl.

Johannes Aue: Ich würde gern mal mit Peter Maffay aufnehmen. Aber nur um zu überprüfen, ob diese ganzen Legenden-Stories auch wirklich stimmen, die man sich über den Peter erzählt.

CDstarts.de: CD, Vinyl, Tape oder digital – wie organisiert ihr eure (Sammel-)Leidenschaft für Musik?

Johannes Aue: Alle Helden der Kindheit gibt‘s bei mir auf Kassette. Rolf und Die Prinzen und so. Alle Bravo-Hits und eigene illegale Brandkopien hab ich noch irgendwo auf CD und wenn heute Geld da ist und meine Lieblingskünstler was auf Vinyl veröffentlichen, dann so. Schmeckt mir grad am besten. Spotify ist auch ein Ort. Aber bei mir eher unorganisiert.

CDstarts.de: Welches („fremde“) Album aus eurer Sammlung würdet ihr unseren Lesern empfehlen und warum?

Johannes Aue: „Welfare Jazz“ von den Viagra Boys weil unser Drummer Fini mir das Ding gezeigt hat und ich finde, dass das geil ist. „Kabul Fire Vol. 2“ von Farhot, weil er ein kreativer, geiler Typ ist.

CDstarts.de: Mal was ganz anderes: Beschreibt unseren Lesern, wie euer perfekter Urlaub aussieht. Habt ihr Tipps und Empfehlungen?

Johannes Aue: Nee, darüber möchte ich nicht sprechen.

CDstarts.de: Welcher Song eures neuen Albums „Schuldig“ war in der Entstehung bzw. bei den Aufnahmen der härteste Brocken und warum?

Johannes Aue: Für mich war‘s „Swing“. Der hat so viel Dynamik. Hat echt viele Anläufe gebraucht, bis wir den so hatten, wie wir es für richtig hielten. Geile Nummer.

CDstarts.de: Mit Blick auf das „Schuldig“-Album: Wie wichtig sind für euch im digitalen Zeitalter noch Dinge wie Cover-Artwork und Booklet-Gestaltung?

Johannes Aue: Sehr wichtig. Macht ja auch extrem Bock, sich mit Freunden zusammenzusetzen und zu überlegen, wie man das Gefühl der Musik am besten auf einen Gegenstand übertragen kann. Im besten Fall klappt das und das Bild wird noch stärker und die, die es hören und fühlen, können noch tiefer eintauchen.

CDstarts.de: Welche Rolle spielen für euch die Texte des „Schuldig“-Albums? Wollt ihr echte Inhalte vermitteln oder sollen die Worte nur gut zur Musik passen?

Johannes Aue: Im besten Fall wollen wir beides. Nur eins von beiden hört sich für mich grad langweilig an. Die Kombi macht‘s wie immer klar. Wie Spezi oder Coka & Eis.

CDstarts.de: Wart ihr bei den Aufnahmen zu „Schuldig“ penible Kontroll-Freaks, die solange alles wiederholen, bis es perfekt ist oder habt ihr einfach spontan den Moment einfangen wollen?

Johannes Aue: Dieses Album haben wir zum größten Teil live mit kompletter Band eingespielt. Manche Songs brauchen aber bei uns echt lange, bis sie dort sind, wo sie schon lange in unserer Fantasie hängen. Da wird dann immer noch weiter schamlos dran rumgefummelt. Andere Songs sind einfach da und brauchen nicht viel. Da haben wir also keinen strikten Fahrplan. Es kommt, wie‘s kommt.

CDstarts.de: Feuer frei! Was müssen unsere Leser unbedingt noch über euer neues Album wissen?

Johannes Aue: Das ist unser bestes Album bis jetzt!

CDstarts.de: Zum Schluss möchten wir noch wissen, was ihr als euren bisherigen Karrierehöhepunkt bezeichnen würdet und warum?

Johannes Aue: Wir haben einen Bus so umgebaut, dass wir damit durch die Gegend fahren und einzelnen Freunden und Fans Konzerte schenken können. Richtig geil. Da haben sogar die Amis Wind von bekommen und diese Aktion in den bekanntesten Late Night Shows der Welt ausgestrahlt. Ha. Was soll da noch kommen?

Bearbeitet von für CDstarts.de
Photo-Credit: Christoph Voy

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