Saltatio Mortis Live: Bochum, 02.10.2009, Matrix

  • 13.10.2009
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Saltatio Mortis - Live: Bochum, 02.10.2009, Matrix - News
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Musiker zum Anfassen lassen Schweiß von der Decke regnen.

In der kleinen und dunklen Matrix in Bochum standen so viele schwarz gekleidete Fans vor der Tür, das konnte nur „ausverkauft“ bedeuten. Zu Gast waren Saltatio Mortis, die neben akustischen Auftritten z.B. auf Mittelaltermärkten „im richtigen Leben“ eine Mittelalter-Metal-Band sind.

Ihre neue CD „Wer Wind sät“ verdiente eine Tour und so kamen Sänger Alea, Falk von Mümmelstein, Samoel, El Silbador, Bruder Frank und Lästerbalg in das ausverkaufte Haus im schönen Bochum-Langendreer. Zuerst mussten die Saltatio-Fans aber die Vorband ertragen: Honigdieb hieß diese und der Sänger fiel sehr negativ auf. Erstens konnte er ganz bestimmt nicht singen und zweitens versuchte er mit verschiedenen Verkleidungen und verrückt anmutenden Aktionen davon abzulenken. Das Publikum rief schon fast verzweifelt nach Saltatio und nach 40 Minuten sinnlos-seltsamer Rockmusik wurde die Bühne endlich umgebaut.

Mit harten Metalklängen brachten dann Saltatio Mortis ihre Fans, die aufgrund der beengten Verhältnisse und der schlechten Luft schon ohne Bewegung sehr warm waren, ins Schwitzen und es wurde heftig gerockt. Vorwiegend wurden die Songs aus dem neuen Werk gesungen, wobei als einzige Kritik die sehr lauten Instrumente , die Sänger Alea anfangs fast übertönten, auffielen. Das wurde im weiteren Verlauf besser: Neben Dudelsack und Schalmei sowie Drehleier dominierten Schlagzeug, Gitarren und der charismatische Sänger Alea, der durch seine unheimliche Kondition und guten Gesang die sangesfreudigen Fans vorzüglich im Griff hatte

Im Laufe des zweistündigen Konzertes war man froh, wenn mal ein ruhiger Song gespielt wurde, damit es eine Erholungsphase gab, aber diese waren eindeutig in der Unterzahl. Sänger Alea stellte daher verblüfft fest: „Es regnet Kondenswasser von der Decke, das ist euer Schweiß...“ Mehrere Zugaben waren obligatorisch und auch altes Liedgut wie „Prometheus“ und der Klassiker „Spielmannsschwur“ ließen ein sichtlich erschöpftes Publikum und eine ebenso geschlauchte Band zurück, die aber alle zusammen sehr zufrieden waren.

Nach dem Konzert stellte sich die gesamte Band in der engen Disco der Matrix zu Fotos, Gesprächen und Autogrammen zur Verfügung. Das ist der Unterschied zu den bekannteren Bands - Saltatio Mortis sind Musiker zum Anfassen und sie spielen eigentlich nie unter zwei Stunden! Ein gelungener Abend in der ehemaligen Brauerei Matrix, die früher einmal Rockpalast hieß, war nach Mitternacht dann leider beendet.

Setlist:

  • Rastlos
  • Miststück
  • Tod und Teufel
  • La Jument de Michao
  • Das kalte Herz
  • Tritt ein
  • Salome
  • Worte
  • Aus Träumen gebaut
  • Koma
  • Ebenbild
  • Salz der Erde
  • Varulfen
  • Vergessene Götter
  • Prometheus
  • Wir säen den Wind
  • Wirf den ersten Stein
  • Uns gehört die Welt

Zugabe:

  • Keines Herren Knecht
  • Falsche Freunde
  • Spielmannsschwur

Zugabe 2:

  • Spielmannsschwur (nur Ende)
  • Dunkler Engel
  • Letzte Worte
  • Nichts bleibt mehr Piano-Version

für CDstarts.de

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