Mucc Live: Bochum, 16.10.2009, Zeche

  • 21.10.2009
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MUCC - Live: Bochum, 16.10.2009, Zeche - News
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Die Japaner brachten die Menge zum Kochen.

Schon einige Woche vor dem Konzert war der Auftritt der in Deutschland sehr beliebten J-Rockband MUCC in der Bochumer Zeche ausverkauft. Ihre Popularität steigt seit ihren ersten europäischen Live-Gigs im Jahr 2005 stetig. Daher hatten sich auch schon etliche Fans schon tags zuvor an der Venue postiert, um nichts zu verpassen.

Nachdem sich die Bandmitglieder am frühen Nachmittag Zeit für eine Autogrammstunde, bei der sie ihre Publikumsnähe unter Beweis stellten und ein einige Interviews gegeben hatten, begann der erstaunlich reibungslose Einlass eine Stunde vor Konzertbeginn. Pünktlich begann der Auftritt mit „Sphere“, einem Instrumentaltitel, der auch das Intro des aktuellen Albums „Kyutai“, das deutlich ruhiger als die vorherigen Alben ausfällt, darstellt. Auch die weiteren Titel stammten von „Kyutai“ und es zeigte sich, dass das Publikum auch die neue ruhige Seite von MUCC positiv aufnahm, denn von Beginn an ging das Publikum voll mit und war sehr begeisterungsfähig, was nicht zuletzt an der sehr professionellen Bühnenshow lag. Zudem suchte Sänger Tetsuro auch immer wieder verbal die Nähe des Publikums und sprach häufig zu ihnen.

Dies änderte sich auch nicht, als ein Block mit härteren Liedern gespielt wurde, bei der weniger der klare, weiche Gesang, sondern Growls und harte Gitarren in den Vordergrund traten. Im Laufe der bislang zwölfjährigen Bandkarriere haben MUCC die verschiedensten Musikstile ausprobiert und dies merkte man auch dem Set an. Auf weiche, balladeske Songs folgten harte Tracks, die dann wieder von Reggaedurchfluteten Liedern abgelöst wurden und schließlich Rocksongs bester japanischer Güte, kurz ein Querschnitt durch die verschiedenen Schaffensphasen der Band. Was allen Liedern aber gleich war, war die melancholische und dennoch positive Grundstimmung.

Abwechslungsreich brachten die Japaner die Menge zum Kochen. Auch wenn es schon viele andere Bands praktizieren, das Spiel „Setzt euch mal alle hin und springt hoch wenn ich es sage“, wurde auch an diesem Konzertabend veranstaltet und schüttelte selbst eher bewegungsfaule Zuschauer kräftig durcheinander. Dass es dabei nicht zu schlimmeren Verletzungen kam, war ein Verdienst der sehr aufmerksamen Menge und der sehr gut organisierten Security nebst Sanitäter. Nach gut 90 Minuten schloss der nach anfänglichen Schwierigkeiten sehr gut abgemischte und beleuchtete Gig mit der Zugabe: „Sashuu Ressha“ und schließlich „Libra“ von der letztjährigen, düsteren CD „Shion“. Das Publikum feierte, auch wenn hier und das das Fehlen von Lieblingsliedern wie zum Beispiel „Daikirai“, bemängelt wurde, den sehr guten Auftritt ihrer Lieblingsband noch länger vor der Hall.

Setlist:

1. Sphere
2. Houkou
3. Hide And Seek
4. Ageha
5. Fukurou no yurikago
6. Utagoe
7. Fuzz
8. Oz
9. Kanariya
10. hanabi
11. Sora to ito
12. Shiva
13. Bouzenjishitsu
14. Ranchu
15. Saishuu Ressha
16. Libra


für CDstarts.de

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